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Zu tief ins Glas geschaut hatte ein Königsdorfer in einer Pizzeria, bevor er wieder ins Auto stieg.

Neues aus dem Amtsgericht:

„Das war riesen Bockmist“: Königsdorfer zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt

  • vonRudi Stallein
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Weil er mit mehr als 1,2 Promille hinter dem Steuer saß, musste sich ein Königsdorfer vor Gericht verantworten. Dort zeigte sich der Angeklagte einsichtig. 

Königsdorf Mit mehr als 1,2 Promille Alkohol im Blut war ein Königsdorfer auf der B11 unterwegs, als einem Polizisten die schlängelnde Fahrweise des Mannes auffiel. Weil es nicht das erste Mal war, dass er alkoholisiert hinterm Steuer saß, verurteilte das Amtsgericht Wolfratshausen den 47-Jährigen zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 20 Euro und einer Führerscheinsperre von insgesamt 16 Monaten.

„Es war totaler Blödsinn“, zeigte sich der Angeklagte in der Verhandlung einsichtig, dass er nach dem Besuch einer Pizzeria besser nicht mehr ins Auto gestiegen wäre. „Die nachfolgende Aktion war auch nicht heldenhaft“, hielt Richter Helmut Berger dem Beschuldigten vor. Wenige Tage nach dem Vorfall hatte sich überraschend eine Bekannte des Mannes bei der Polizei gemeldet. Die Frau gab an, der Angeklagte habe sie an jenem Abend im Juli vorigen Jahres von der Arbeit in der Pizzeria abgeholt. 

Trunkenheitsfahrt auf der B11: „Es war ein totaler Blödsinn“

Weil er dort etwas getrunken hatte, sei sie gefahren und habe bei ihm daheim das Auto getauscht. Diese Version war möglich geworden, weil der Polizist, der ihm gefolgt war, damals allein unterwegs war und erst auf Kollegen warten musste, bevor er den Beschuldigten an dessen Wohnadresse aufsuchte. „Das war eine Kurzschlussreaktion“, erklärte der Angeklagte. Plötzlich sei ihm bewusst geworden, was er getan hatte.

Und wohl auch, welche Konsequenzen ihm drohten. Erst im November 2018 hatte er seinen Führerschein, der ihm nach einer Trunkenheitsfahrt abgenommen worden war, zurückbekommen. „Und ein halbes Jahr später derselbe Sch….“, bekundete der Richter sein Unverständnis. „Das war ein riesen Bockmist“, gab der Mann dem Richter recht.

2000 Euro Geldstrafe und sechs Monate Sperrfrist

Mit der Geldstrafe von 2000 Euro und einer Sperrfrist von noch sechs Monaten sei er günstig davongekommen, betonte der Richter. „Normalerweise gibt es bei Wiederholungstätern eine Freiheitsstrafe, und der Führerschein wäre für zwei Jahre weg.“ rst

Weitere Fälle aus dem Wolfratshauser Amtsgericht: Im Vollrausch ist eine Wolfratshauserin (41) kürzlich von ihrem E-Bike gestürzt. Anschließend beleidigte sie einen Polizisten. Die Quittung: 9900 Euro Geldstrafe. Ein 42-jähriger Wolfratshauser soll hingegen seinem Chef mit Mord gedroht haben, als dieser ihm kündigen wollte. Doch das ließ sich vor Gericht nicht beweisen.

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