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Ein höllischer Spaß: Noch bis Anfang Februar spielt der Trachtenverein Alpenrose Theater, auf dem Foto (v. li.) Benedikt Kroll (als Spezi von Bertl). Martin Eichbichler (Bertl) und Simon Wegele (Ferdi Graf von Falkenkamm).    

Neues Theaterstück des Trachtenvereins Alpenrose

Wie der Teufel den braven Bertl verführt

Teuflische Verwicklungen, heimliche Liebschaften: Mit dem Schwank „Deifi Sparifankerl“ von Ralph Wallner trifft die Theatergruppe des Trachtenvereins Alpenrose voll ins Schwarze. 

Königsdorf – Teuflische Verwicklungen, heimliche Liebschaften, dramatische Ereignisse: Mit dem höllisch-heiteren Schwank „Deifi Sparifankerl“ von Ralph Wallner hat die Theatergruppe des Trachtenvereins Alpenrose voll ins Schwarze getroffen. Ein wahrlich höllisches Vergnügen erwartete die Zuschauer bei der Premiere im vollen Postsaal am Freitagabend. Das mit Gags gespickte Stück zündete von der ersten Minute an.

Zum Inhalt: Der fidele Teufel Luziferius „Lucki“ Sparifankerl soll den jungen und bisher anständigen Bertl zu Untaten anstiften. Dafür erscheint der Beelzebub in Menschengestalt bei dem armen Ziegenbauern. Allerdings kommen ihm seine diabolischen Fähigkeiten schon beim kleinsten Schluck Schnaps abhanden. Auch das irdische Essen und die Damenwelt locken.

Die Theatergruppe wartet auch heuer wieder mit großartigen Darstellern auf. Die Akteure, unter der Regie von Maria Harant und Hans Huber, überzeugten bei der Premiere nicht nur mit ihrem Können, ihnen war auch die Spielfreude anzumerken. Das begeisterte Publikum belohnte das Ensemble mit Lachsalven und viel Applaus.

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Die Rolle des listigen Lucki, der trotz bösen Gestanks die Damen im Dorf mit seinem Charme bezirzt, ist Anderl Länger wie auf den Leib geschrieben. Spätestens, als er sich mit den Worten „es ist alles Deins“ auf dem Tisch räkelte, war es nicht nur um die Goldtalerin, die herbe Großbäuerin, geschehen, sondern auch um das gesamte Publikum. Gestik, Mimik und Kostüm – einfach teuflisch gut. Die Zuschauer lachten Tränen.

Auch Agnes Kerwien in der Rolle der auf amourösen Abwegen wandelnden Goldtalerin erntete jede Menge Lacher. Ein besonderer Spaß war ihr rotes Negligé für das erhoffte erotische Abenteuer.

Viel Applaus bekam Antonia Wasensteiner, deren Stimme als des Teufels Großmutter immer wieder aus dem Off zu hören war. Auch hier jagte eine Pointe die nächste. Hervorragend besetzt waren zudem Regina Mayr als Ziegenbäuerin Senta Geißhofer und Martin Eichbichler als ihr jüngerer Bruder Bertl Geißhofer, Simon Wegele als Ferdi Graf von Falkenklamm sowie Benedikt Kroll als Bertls Spezi Nepomuk Stutz. Zwischenapplaus gab es immer wieder für die vergessliche Ungerin (Kathrin Gaisreiter) und die Blechhoferin (Christina Mahlknecht) mit ihren hochprozentigen Schnapslutschern.

Ob Luziferius seinen teuflischen Auftrag erfolgreich zu Ende bringt oder wegen seiner Gelüste scheitert? Die Premierengäste wissen bereits, wie es ausgeht. Alle anderen können sich das Stück noch bis 2. Februar anschauen. Yvonne Zuber

Info

Die weiteren Aufführungen im Gasthof zur Post sind am Freitag, 25. Januar, Samstag, 26. Januar und Sonntag, 27. Januar sowie am Freitag, 1. Februar und Samstag, 2. Februar. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, am Sonntag, 27. Januar, bereits um 19 Uhr.

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