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Königsdorf will durchgreifen: Halteverbot gegen Dauerparker

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Von: Peter Borchers

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Gemeinderäte diskutieren über die „sehr ärgerliche“ Situation an der Beuerberger Straße. Halteverbot soll die Situation entschärfen.

Mit Halteverboten will die Gemeinde Königsdorf die vielen Fremdparker von der Beuerberger Straße fernhalten.
Mit Halteverboten will die Gemeinde Königsdorf die vielen Fremdparker von der Beuerberger Straße fernhalten. © Sebastian Kahnert

Königsdorf – In der Weihnachtssitzung des Königsdorfer Gemeinderats thematisierte Bernhard Woisetschläger die in seinen Augen „sehr ärgerliche“ Parkplatzsituation an der Beuerberger Straße etwa von der Kirche abwärts. Die Straße sei inzwischen so zugestellt, sagte der UBL-Rat, dass normale Pkw dort kaum noch durchkommen geschweige denn Winterdienst, Bus oder gar Feuerwehr und Rettungsdienst. Zu Fuß gehende Kinder und ältere Leute müssten teilweise auf die Straße ausweichen. Er sowie einige Gremiumskollegen, darunter UBL-Rat Dr. Georg Stöckl, hätten sich die Lage vor Ort angesehen, Fotos gemacht und diese bereits an die Verwaltung weitergeleitet. Sie alle sowie Anwohner, mit denen er gesprochen habe, seien nur zu einem Schluss gekommen, sagte Woisetschläger: „Wir brauchen dort auf einer Fahrbeinseite ein Halteverbot – aber eingeschränkt, damit Be- und Entladen möglich ist.“

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Der infrage kommende Bereich für ein eingeschränktes Halteverbot solle sich von der Kirche bis etwa zur Hausnummer 14 erstrecken. „Sollte das auch nichts bringen, bleibt nur ein absolutes Halteverbot. Die Dauerparker müssen von dort weg.“ Woisetschlägers Kritik zielte auch auf einen Bauträger, der seiner Meinung nach bei einem Projekt zwei Straßen weiter nicht für ausreichend Stellplätze gesorgt hatte.

Bürgermeister Rainer Kopnicky (CSU) unterstützte den Vorschlag, merkte jedoch an, dass ein Verbot nur Sinn mache, wenn die Kommunale Verkehrsüberwachung diesen Bereich anschließend „konsequent kontrolliert“. Der Rathauschef schränkte allerdings ein: „Wir werden in diesem Bereich unseres Dorfs immer Probleme haben.“ Dort seien die Straßen recht eng, es gebe „Bestandsgebäude mit Bestandsstellplatznachweisen, und die Zahl der Fahrzeuge nimmt zu“. Eigentlich bräuchte die Gemeinde dort ein Grundstück, auf dem öffentliche Parkplätze angelegt werden könnten, „aber wir besitzen in diesem Bereich nichts“.

Hans Hartl, Fraktionskollege des Rathauschefs, ging nochmals auf die Fremdparker ein und widersprach in Teilen dem Antragsteller Woisetschläger. Das angesprochene Wohnbauprojekt verfüge über genügend Stellplätze. „Wenn darauf aber das ganze Jahr über das Wohnmobil steht, ist für den Privat-Pkw halt kein Platz mehr.“

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Hartl plädierte ebenfalls dafür, die Überwachung zu intensivieren, denn die geschaffenen Zeitparkplätze für zwei Stunden, gedacht beispielsweise für Kirchgänger, würden ebenfalls oft tagelang blockiert. „Dagegen müssen wir massiv vorgehen, sonst gleitet uns das aus der Hand.“

Kollege Stöckl forderte, das eingeschränkte Halteverbot sofort umzusetzen. Es sei nun die Zeit, dass der Winterdienst dort durchfahren müsse. „Deshalb sollten wir mit einer Entscheidung nicht zwei Monate herumtun und das Vorhaben knallhart durchziehen.“

Andreas Baumann wies die Räte darauf hin, „dass wir selbst mit einer unserer Liegenschaften, der Kindertagesstätte, immer wieder für Verkehrsbehinderungen sorgen“. Er spielte damit auf die Eltern an, die ihre Sprösslinge mit dem Auto bringen beziehungsweise abholen. Der Geschäftsführende Beamte im Rathaus „würde sich deshalb wünschen, dass wir diese Thematik dann ebenfalls angehen, um eine Entspannung zu erreichen“.

Uneins war man sich im Gremium zunächst über die Länge der Halteverbotszone. Susanne Schwaighofer (CSU) schlug vor, sie gleich bis zum Beginn der Boschstraße auszudehnen. Ihre Parteifreundin Luise Seemayer will lieber „punktuell vorgehen und dann gegebenenfalls nachbessern“. Hans Hartl war die von Bernhard Woisetschläger ins Spiel gebrachte Zone bis etwa zur Hausnummer 14 zu klein, er plädierte für die Einmündung zur Hausnummer 32 als Grenze. Dieser Vorschlag fand Gefallen. Die Verwaltung soll sich nun um die Umsetzung kümmern.

peb

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