+
25 Madln und ein Bub: Der Königsdorfer Kinderchor und seine Chorleiterin Judith Geissler-Herzog (li.) begrüßten die Zuhörer im Saal des Gasthofs zur Post mit dem „Spatzenlied“. (Klick für großes Bild)

„Königsdorf, wie es singt und klingt“

Königsdorfer Musikantentreff begeistert das Publikum

Königsdorf – Es gab das Spatzenlied aus Kinderkehlen und Metallica auf dem Hackbrett zu hören. Die Musikanten bei „Königsdorf, wie es singt und klingt“ überzeugten.

Der Saal des Gasthofs zur Post war voll besetzt. Das beweist den hohen Stellenwert, den das inzwischen traditionelle Sänger- und Musikantentreffen „Königsdorf, wie es singt und klingt“ genießt. Seit 1978 veranstaltet der Verein „Unser Dorf“ diesen Heimatabend, der das gewaltige musikalische Potenzial der Dorfgemeinschaft widerspiegelt.

Die Vorsitzende des Vereins, Veronika Mayer, betonte in ihrer Begrüßung den besonderen Charakter dieser Veranstaltung, nämlich die kontrastreiche musikalische Bandbreite in der Gemeinde aufzuzeigen, wenngleich die Volksmusik überwiege. Die außergewöhnliche Vielfalt von Musik und Musikanten mache es leider nicht möglich, jede Gruppe einzeln darzustellen, weil sich die Akteure auch in anderen Gruppen in veränderter Besetzung engagieren würden. Wichtig sei jedoch, dass gerade die jugendlichen Musikanten den Mut aufbringen würden, das Gelernte einem öffentlichen Publikum darzubieten.

Den bunten Reigen eröffnete die Blaskapelle Königsdorf. Lobenswert war der Auftritt von gleich zwei Chören. Mit dem „Spatzenlied“ begrüßte der erst vor einem halben Jahr gegründete Kinderchor mit 25 Madln und einem Buben, die sich wöchentlich einmal in der Königsdorfer Volksschule zur Singstunde treffen, die Zuhörer. Initiator und Chorleiterin ist die Musiklehrerin Judith Geissler-Herzog; getragen wird die Initiative vom Königsdorfer Kinder- und Jugendförderverein.

Der zweite Chor besteht aus 14 Damen und zwei Herren des Krankenunterstützungsvereins, die in ihrem Repertoire das Liedgut früherer Jahre haben und das Publikum zum Mitsingen animierten. Bei den drei Reinecke Madln aus Schwaighofen (Cornelia, Franziska und Anna) brillierte Cornelia am Hackbrett mit dem Stück „Nothing else matters“ der Rock-Formation Metallica, das sie mit Untermalung von zwei Gitarren perfekt meisterte.

Nachhaltig mit der Königsdorfer Volksmusik verbunden bleibt das Andenken an den 1995 gestorbenen Heini Dreer aus Bad Tölz. Der Musikant, Musiklehrer und Komponist lehrte zu seiner Zeit vielen Königsdorfer Jugendlichen das Zitherspiel. Unter anderem auch Agnes Kerwien, deren Zithermusi mittlerweile nicht weniger als fünf Zitherspieler vereinigt.

Zum Ausklang spielte die Königsdorfer Musikkapelle den „Kinschdorfer Boarischen“ von Dreer. Moderator Markus Orterer bedankte sich bei den Musikanten für den stimmungsvollen Abend – das Publikum dankte den Mitwirkenden mit kräftigem Beifall.

von Georg Kapfer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Darum ist der Wolfratshauser SPD-Chef gegen die Sicherheitswacht
Der Stadtrat hat es beschlossen: Durch Wolfratshausen patrouilliert bald eine Sicherheitswacht. Ob sie wirklich nötig ist, darüber hat nun die Basis der Sozialdemokraten …
Darum ist der Wolfratshauser SPD-Chef gegen die Sicherheitswacht
S7-Verlängerung: Müller hadert mit Verzug
Die erste S-Bahn von Wolfratshausen nach Geretsried wird frühestens in der Adventszeit 2028 rollen. Eine Zeitschiene, die Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller wenig …
S7-Verlängerung: Müller hadert mit Verzug
Reeh tritt als Sprecher zurück
Volker Reeh hat seinen Posten als Fraktionssprecher der CSU im Stadtrat abgegeben. Darüber informierte CSU-Ortsvorsitzender Ewald Kailberth das Gremium in der …
Reeh tritt als Sprecher zurück
Familie sucht am Ambacher Kiosk Zuflucht - Besitzer weist sie ab
Weil sie in ein heftiges Gewitter gerieten, wollte sich eine Familie aus Tutzing am Kleinen Kiosk in Ambach unterstellen. Doch aus einem Grund wies sie der Besitzer ab.
Familie sucht am Ambacher Kiosk Zuflucht - Besitzer weist sie ab

Kommentare