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Beratungen im Gemeinderat

Königsdorfer Trinkwasser soll teurer werden

Königsdorf – Über eine Erhöhung des Wasserpreises haben die Königsdorfer Räte in der jüngsten Ratssitzung beraten. Einen Beschluss will man in der Julisitzung fassen.

Derzeit liegt der aktuelle Preis in Königsdorf bei 85 Cent pro Kubikmeter Wasser. Damit liegt man, so führte Bürgermeister Anton Demmel aus, weit unter dem, was die umliegenden Gemeinden verlangen. Der Rathauschef erläuterte weiter, dass sich in den vergangenen Jahren in der Trinkwasserversorgung erhebliche Defizite aufgebaut haben. Ab dem Jahr 2012 habe sich die Trinkwasserproblematik ausgewirkt. Allerdings sei vom Gemeinderat in diesem Zeitraum bewusst keine Erhöhung des Wasserpreises vorgenommen worden. „Die Verluste haben wir komplett auf die Gemeindekappe genommen“, sagte Demmel. „Wir wollten den durch die schwierige Situation belasteten Bürgern nicht auch noch eine Erhöhung aufbrummen.“

Dies sei aber nicht dauerhaft möglich. Um den Verlust künftig zu decken, wäre eine Erhöhung um 17 Cent nötig, aber zum Jahresende werde zudem ein erhöhter Aufwand wegen des Betriebes der neuen Ultrafiltrationsanlage erwartet. Konkrete Zahlen kenne man noch nicht. Demmel informierte die Gemeinderäte, dass von der Verwaltung aufgrund des Jahresabrechnungstermins eine Anpassung der Verbraucherpreise nur ab Oktober empfohlen werde.

„Die Gemeinde kann nicht über Jahre Geld mitbringen“, sagte Bernhard Woisetschläger (UBL) in der anschließenden Diskussion. „Wir sollten den Schritt zur Erhöhung um 25 Cent jetzt gleich machen.“ Ende des Jahres sei die Fertigstellung der Ultrafiltrationsanlage geplant. Für drei Monate, ab Oktober, 17 Cent zu verlangen und mit dem Betrieb der neuen Ultrafiltrationsanlage erneut zu erhöhen, sei nicht sinnvoll. Auch für Hans Hartl (Freie Wähler) stand fest, „dass die Gemeinde nicht draufzahlen kann“. „Aber bei 25 Cent muss der Deckel drauf sein“, forderte Hartl.

Luise Seemayer (CSU) fand den Zeitpunkt der Erhöhung richtig. Wenn die Bürger im Januar die Abrechnung erhielten, stünde ihnen bereits sauberes Wasser zur Verfügung. Allerdings fand sie eine Erhöhung um 17 Cent ausreichend. „Die Bürger sollten bei einem Grundlebensmittel nicht mehr belastet werden als nötig.“ Rainer Kopnicky (Freie Wähler) meinte, dass man sich mit einer Erhöhung des Wasserpreises auf 1,10 Euro noch immer im unteren Bereich der Preise der umliegenden Gemeinden befinde. Wir sollten die Diskussion nicht so demütig führen und sollten uns nicht dafür entschuldigen, dass wir erhöhen“, resümierte Josef Birzele (UBL). Schließlich biete man dann Wasser auf einem guten Niveau an. Ein Beschluss soll in der nächsten Sitzung gefasst werden.

von Yvonne Zuber

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