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Anton Demmel ist Mitglied der Feuerwehr und stand unmittelbar an der Eingangstür. 

Schreckliche Erinnerungen

Königsdorfer Bürgermeister war einer der ersten im Todeshaus

Der Königsdorfer Bürgermeister Anton Demmel war als Mitglied der zuständigen Feuerwehr einer der ersten am Tatort des Doppelmordes. Er hat mit uns über das schreckliche Erlebnis gesprochen.

Update vom 6. März 2017: Angst und Hilflosigkeit gehen in der Gemeinde um. Hier erfahren Sie, wie die Stimmung in Königsdorf eine Woche nach dem Doppelmord ist. Außerdem können Sie die aktuellen Entwicklungen in unserem Königsdorf-Ticker verfolgen.

Königsdorf - Der Königsdorfer Bürgermeister Anton Demmel hat in der Nacht auf Sonntag sehr schlecht geschlafen. Er war extrem nah dran, als das Anwesen Höfen 20 am Samstagabend von der Polizei geöffnet wurde. Als Mitglied der zuständigen Feuerwehr stand Demmel unmittelbar an der Eingangstür. 

Durch den Türspalt hindurch sah er extreme Unordnung. „Da war mir klar: Wir finden hier nichts Gutes.“ Wenige Augenblicke später hörte Demmel einen Polizisten schreien: „Sanitäter!“ Es war ein Ruf, von dem er jetzt schon weiß, dass er ihn nicht mehr so schnell los wird. „Daran werde ich bis an mein Lebensende denken.“ 

Höfen: Das ist ein wirklich kleiner Fleck auf der Landkarte. Man könnte meinen, dass das Leben dort noch in Ordnung ist – wäre da nicht dieser furchtbare Doppelmord

Das größte Problem, dass die Höfener bis zum Wochenende hatten, war, dass die Kinder auf der Straße spielen und manchmal auch Kreide-Mosaike malen. Auto sind einfach noch eine Seltenheit sind, und wenn sie doch vorbeikommen, werden die Fahrer böse angeschaut. Darüber haben sich manchmal Autofahrer im Rathaus beschwert. Das war alles. 

Auf Reichtum hat in dem Haus in Königsdorf-Höfen nichts hingedeutet

Die Eigentümerin des Hauses, Luise S., kennt Anton Demmel nur flüchtig. Es ist der Brauch, dass der Bürgermeister zu runden Geburtstagen gratuliert, und das hat er auch in Höfen 20 getan. Sein Eindruck von Luise S. und ihrem – 2016 verstorbenen – Ehemann: „Nette, ehrliche, anständige Leute.“ Auf irgendeinen Reichtum hat nichts hingedeutet. Gerüchte, dass das Ehepaar über Vermögen verfügt, hat er nie gehört. Nur eines hat ihn in den vergangenen Tagen aufmerksam werden lassen: Die Fenster im 1. Stock waren vergittert. „Üblich ist das bei uns jedenfalls nicht.“

Am 1. März ist der Raubmord von Königsdorf Thema bei Aktenzeichen XY.

Bilder: Zwei Tote nach Gewaltverbrechen in Königsdorf

mm

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