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Die Kandidaten der CSU für den Königsdorfer Gemeinderat (v. li.): Florian Rausch, Susanne Schwaighofer, Hans Schwaiger, Luise Seemayer, Johann Günthner, Rainer Kopnicky, Martin Höcher, Maria Blöckner, Andreas Gebhart, Lucie Matl, Peter Hofberger, Johann Hartl und Sebastian Seidl. foto: Patrick Staar

„Kein Überraschungspaket“

Kommunalwahl 2020: Königsdorfer CSU nominiert Rainer Kopnicky als Bürgermeisterkandidaten

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Die Entscheidung war keine Überraschung: Rainer Kopnicky soll für die CSU Nachfolger von Anton Demmel im Königsdorfer Rathaus werden.

Königsdorf– Jetzt ist es offiziell: Die Königsdorfer CSU schickt Rainer Kopnicky in das Rennen um das Bürgermeisteramt. Kopnicky erhielt in der Nominierungsversammlung am Sonntag im Gasthof Hofherr alle 18 Stimmen. Ebenfalls einstimmig bestätigte die Versammlung die Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl. Interessant: Der wie Rainer Kopnicky von den Freien Wählern zur CSU gewechselte Hans Hartl taucht auf Platz 13 auf.

Kopnicky ist 52 Jahre alt, nicht verheiratet und arbeitet seit 30 Jahren als Verwaltungswirt bei der Stadt Geretsried. Dort ist er in leitender Tätigkeit für Grundstücke und Vertragsangelegenheiten zuständig. „Ich denke, durch meinen beruflichen Hintergrund bin ich gerüstet für das Amt des 1. Bürgermeisters“, sagte Kopnicky.

Für seine mögliche Amtszeit hat er sich mehrere Ziele gesteckt. So will er sich für den Erhalt und die Stärkung des Schul- und Kindertagesstättenstandorts Königsdorf einsetzen. Unter anderem stehe der Bau einer Schulturnhalle und weiterer Räume für die Kita an. „Wir haben ein Investitionsvolumen von etwa zehn Millionen Euro“, sagte Kopnicky, der auf „um die 50 Prozent Zuschüsse“ hofft.

Eines seiner weiteren Ziele ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum: „In den vergangenen vier Jahren hatten wir 70 Prozent Preissteigerung. Das ist der Wahnsinn.“ Die nächsten Projekte seien die Baugebiete an der Mooseuracher-/Sedlmeierstraße sowie am Osteranger. Es gebe immer mehr Single- und Zwei-Personen-Haushalte. Daher seien Mehrfamilienhäuser notwendig. Sein drittes Ziel ist die Verbesserung der Infrastruktur, wobei die Nahversorgung besser sei als in anderen Gemeinden. Königsdorf brauche Grundstücke für eigene Aufgaben und müsse sie auch auf Vorrat erwerben, um für alles gerüstet zu sein. Schließlich will Kopnicky auch das Vereinsleben fördern: „Wenn die Gemeinde wächst, dann wächst auch die Anonymität – und das ist nicht gut.“ Vereine seien wichtig für Zusammenhalt und Integration.

Kopnicky habe gute Chancen, befand der Ortsvorsitzende Sebastian Seidl. Er sei „kein Überraschungspaket“ und in Königsdorf aufgewachsen. 16 Kandidaten für die Wahl zu finden, sei „ein leichtes Spiel“ gewesen. Schwierig sei es nur, an der Kommunalpolitik interessierte Frauen zu finden: „Man muss sie erwischen, bevor sie in andere Sparten abwandern. Aber wir sind ja saubere Mannsbilder, ned abstoßend“, ergänzte Seidl schmunzelnd. „Und so ist uns das auch gelungen.“

Der scheidende Bürgermeister Anton Demmel sagte, nach zwölf Jahren an der Spitze der Gemeinde wolle er sich beruflich verändern. Lachend fügte der CSU-Landratskandidat hinzu: „Eigentlich müssten mich 100 Prozent aller Königsdorfer wählen. Die einen, weil sie mich unterstützen. Und die, die mich nicht mögen, müssen mich auch wählen – sonst komm’ ich zurück.“ Im Landkreis seien in den vergangenen Jahren viele Dinge liegen geblieben, die nun angepackt werden müssen: „Das motiviert mich.“

Dass der ehemalige Freie-Wähler-Vorsitzende Hans Hartl bei den anstehenden Wahlen für die CSU kandidiert, kann Demmel nachvollziehen. „Er ist viel kritisiert worden. Wie man ihn behandelt hat, war nicht gut.“ Inhaltlich habe es keine nennenswerten Meinungsverschiedenheiten gegeben. Letztlich sei es wohl wie überall: „Wo Menschen sind, menschelt’s halt.“

pr

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