+
Eine Preisträgerin, bei der man ins Schwärmen kommt: Claudia Koreck (2. v. re.) wurde von (v. li.) Josef Birzele (Leiter der Jugendsiedlung), Willy Bäßler (Vorsitzender des Förderkreises), Magdalena Fischer und Anna-Maria Rausch für ihre Musik und für ihre Menschlichkeit gelobt.

Liedermacherin mit Vorbildcharakter

Claudia Koreck erhält Ehrenpreis der Jugendsiedlung

Königsdorf – Nach dem Motto „Werte achten, Gemeinschaft leben, Beistand geben“ wurde am Samstagnachmittag der Liedermacherin und Sängerin Claudia Koreck (29) der Ehrenpreis der Jugendsiedlung Hochland verliehen.

Passenderweise begann der Festakt musikalisch: Die Buben und Mädchen der Jungen Chöre Münchens überzeugten unter anderem mit einem Medley aus dem Musical Mary Poppins.

Der Vorsitzende des Fördervereins der Jugendsiedlung, Willy Bäßler, begrüßte die rund 100 Gäste. Er freue sich darüber, dass der Ehrenpreis erstmals an eine Frau geht, nachdem zuletzt Alois Glück und Franz Xaver Gernstl bedacht worden waren. „Es achten aber nicht nur Männer auf das Überbringen von Werten“, sagte Bäßler. Korecks soziales Engagement sei vielseitig: Sie setzte sich beispielsweise für die Fluthilfe Passau ein, für die Aktion Sternstunden und für einen Stofftaschenverkauf, dessen Erlös Flüchtlingen zugute kam.

Da die Liedermacherin aus Traunstein überwiegend auf Bairisch singt, war es naheliegend, dass die Jugend des Königsdorfer Trachtenvereins Alpenrose ein paar Tänze aufführte. Hansi Will begleitete mit seinem Akkordeon das Mühlradl und den Plattler Reit im Winkl. Quirin Wachtner und Michael Demmel spielten zudem zwei Stücke auf dem Akkordeon. Ein Auftritt, der die Preisträgerin an ihre eigenen Anfänge erinnerte.

Laudatorin Anna-Maria Rausch berichtete von dem Moment, als sie Koreck vor neun Jahren das erste Mal hörte. „Ich war so begeistert davon, dass Du auf Bairisch singst.“ Denn so konnte die junge Anna-Maria auch den Text verstehen. Sie lobte, dass Koreck trotz ihres Erfolges so locker und auf dem Boden geblieben sei.

Vor allem mit dem „Oma-Lied“ mache die Traunsteinerin deutlich, wie wichtig das Miteinander der Generationen sei, sagte Co-Laudatorin Magdalena Fischer, die für die Jugend des Trachtenvereins zuständig ist. „Gerade für die junge Generation des Cyber-Zeitalters ist es wichtig, jemanden zu haben, der zum Dialekt und der Heimat steht.“ Dies gelinge Koreck mit ihrer Musik. „Fliang“, jener Song, der die Sängerin vor neun Jahren bekannt gemacht hat, gebe einwandfrei das bayerische Lebensgefühl weiter.

Dann überreichte Klaus Schultz, Vorsitzender des Vereins Jugendsiedlung Hochland, den Preis. Die Geehrte bedankte sich sichtlich gerührt bei ihren Laudatorinnen: „Lobreden in denen es nur darum geht, wie viele CDs man schon verkauft hat, berühren mich nicht. Aber ihr habt auf den Punkt getroffen, um was es mir geht.“

von Jessica Höck

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

TC Geretsried: Schwarzbau ist endlich legalisiert
Vorsitzender Klaus Köhler steht freudestrahlend vor dem Klubheim und winkt mit einem Stapel Papier in Richtung Tennisplätze. „Da ist sie, die Baugenehmigung“, ruft er. …
TC Geretsried: Schwarzbau ist endlich legalisiert
Brotbacken nach alter Väter Sitte
Alte Getreidearten wurden von 22 Unser-Land-Handwerksbäckern für das „Jahreszeitenbrot“ verwendet. Initiiert hat diese Aktion wie im vergangenen Jahr die …
Brotbacken nach alter Väter Sitte
Henschelchens Kritik: Falscher Rahmen, falscher Ton
Werner Henschelchen mag mit seiner Kritik vielen Waldramern, Sportlern und Vereinsfunktionären aus der Seele gesprochen haben. Für seine Schelte wählte der DJK-Vorstand …
Henschelchens Kritik: Falscher Rahmen, falscher Ton
Chef der DJK Waldram ist mit seinem Latein am Ende
Der Vorsitzende der DJK Waldram nahm bei der Sportlergala der Stadt am Freitagabend kein Blatt vor den Mund. Werner Henschelchen nutzte eine Laudatio, um die …
Chef der DJK Waldram ist mit seinem Latein am Ende

Kommentare