Ein Pilot in einem Segelflugzeug.
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Bereit zum Abflug: Zwölf Einsatzpiloten der Luftrettungsstaffel Bayern frischten kürzlich in Königsdorf ihre Kenntnisse auf.

Segelflugzentrum Königsdorf

Luftrettungsstaffel Bayern ist gerüstet für den Ernstfall

  • vonDominik Stallein
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Der reguläre Sportbetrieb im Segelflugzentrum (SFZ) Königsdorf ist coronabedingt eingestellt. Trotzdem hoben einige Maschinen ab. An Bord saßen Mitglieder der Luftrettungsstaffel Bayern, für die Königsdorf seit 1977 Stützpunkt ist.

Köngisdorf - Die Königsdorfer Piloten starteten „bei arktischen Temperaturen“, um ihre Einsatzbereitschaft im Rahmen des Katastrophenschutzes aufrecht zu erhalten, berichtet der Sprecher des SFZ Königsdorf, Matthias Schunk. Denn ihnen kommt im Notfall eine sehr wichtige Rolle zu. „Bei einer Alarmierung fliegen die Königsdorfer Piloten ihre Einsätze in Begleitung eines amtlichen Luftbeobachters.“ So heben die Segelflieger während Dürreperioden regelmäßig im Auftrag der Staatsregierung ab, um Waldbrände und andere Risiken früh zu erkennen. „Aber auch die Aufklärung von Überflutungen, Sturmschäden, Verkehrsunfällen oder Feststellung von Schädlingsbefall wie Borkenkäfer gehören zum Repertoire der Luftrettungsstaffel“, erklärt Schunk.

Um für diese Flüge gerüstet zu sein, ist vorgeschrieben, dass die Piloten drei Starts in den letzten 90 Tagen vor dem Einsatz in ihren Flugbüchern stehen haben. Die zwölf Einsatzflugzeugführer flogen deshalb kürzlich wieder über Königsdorf. Bei den winterlichen Bedingungen war das kein unkompliziertes Unterfangen. Schunk: „Zuvor musste die Startbahn geräumt werden, damit die Flugzeuge überhaupt starten konnten. Aufgrund der langen Standzeiten der Flugzeuge war nicht nur ein umfangreicher Vorflugcheck notwendig, auch die Flugmotoren wurden aufgrund der extremen Kälte vorher mithilfe eines Heißluftgebläses vor dem Anlassen aufgewärmt.“

Der Flugbetrieb war mit dem Landratsamt abgestimmt, sämtliche Polizeidienststellen im Umland wurden vorab informiert. Die Piloten flogen grundsätzlich alleine und trugen am Flugplatz Masken, „die Abstandsregeln wurden mehr als nur eingehalten“, so Schunk.  

dst

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