Der Spitz zwischen Sedlmeierstraße und Mooseuracher Straße. Hier wird die neue Schulturnhalle gebaut.
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Im Spitz zwischen Sedlmeierstraße und Mooseuracher Straße wird die neue Schulturnhalle gebaut. Der Etat der Gemeinde sieht dafür rund 700.000 Euro vor.

Neue Schulturnhalle wird gebaut

Mit Bedacht investieren: Gemeinderat beschließt 9,65-Millionen-Euro-Haushalt

  • VonPeter Borchers
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Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Haushaltssatzung für das laufende Jahr verabschiedet. Der Etat hat ein Volumen von 9,65 Millionen Euro.

Königsdorf – Das Gremium setzte die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt auf rund 6,76 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt auf rund 2,89 Euro fest. Kredite zur Finanzierung von Ausgaben im Vermögenshaushalt wird die Gemeinde nicht aufnehmen.

Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt werden nicht festgesetzt. Die Hebesätze für die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Betriebe und für sonstige Grundstücke sowie für die Gewerbesteuer liegen bei jeweils 310 Prozent. Den Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan legte der Rat auf 300.000 Euro fest.

Zuvor hatte Verwaltungschef Andreas Baumann anhand des Vorberichts zum Haushaltsplan (wir berichteten) die größten Einnahmen- und Ausgabenposten des Verwaltungshaushalts und die damit zusammenhängenden Investitionen für die kommenden Jahre erläutert. Die Realisierung aller geplanten Maßnahmen sind im Haushalts- und Finanzplan entsprechend aufgeteilt. Darunter sind die Erweiterung der Schulturnhalle mit Räumen für die Mittagsbetreuung (im Entwurf mit 706.000 Euro angegeben), die Bauhofsanierung (300.000 Euro), der zweite Teil des Breitbandausbaus (100.000 Euro), der Anschluss des Ortsteils Schwaighofen an die Verbandskläranlage (200.000 Euro plus 120.000 Euro Zuweisung an den Zweckverband) sowie der Kauf von Grundstücken am Hochbehälter Schwaighofen und die Erneuerung einiger Wasserleitungen (zusammen 400.000 Euro). Außerdem muss die Gemeinde einige ihrer Brücken und Straßen für insgesamt rund 140.000 Euro sanieren lassen. Für allgemeine Grundstückskäufe, das Lagerhaus der Raiffeisenbank und die Grundstücksentwicklung am Pfarrhof sind 500.000 Euro veranschlagt worden.

Die anstehenden kostenintensiven Projekte der Königsdorfer erfordern eine Priorisierung, auch darin war sich der Gemeinderat einig. Die Rücklage dürfe „nicht vollumfänglich abgeschmolzen werden“, hieß es schon im Vorbericht. Darin hatten Kämmerei und Verwaltung zur Vorsicht bei zusätzlichen kostspieligen Investitionen aufgerufen, um bei möglichen negativen wirtschaftlichen Entwicklungen – darunter fallen auch mögliche Auswirkungen der Pandemie – den Königsdorfer Haushalt „nicht in Schieflage zu bringen“.

Für den Gemeinderat solle wie bisher die Erfüllung der Pflichtaufgaben Daseinsvorsorge, Schule, Kindertagesstätte, Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie der Straßenbau im Vordergrund stehen. Sofern dann noch finanzieller Spielraum vorhanden sei, könne man in die Infrastruktur für die Zukunft investieren.  

peb

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