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Großaufgebot in Königsdorf nach dem Raubmord in Höfen.

Raubmord in Höfen 

Mordverdächtiger ist nicht mehr in Polen

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Nach dem grausamen Raubmord in Königsdorf laufen die Ermittlungen der Soko Höfen weiter. Der Sohn der polnischen Pflegekraft wurde bereits nach Deutschland ausgeliefert.

Update: Die Polizei korrigiert die Aussage von Presse-Sprecher Stefan Sonntag, dass sich der 4. Tatverdächtige noch immer in Polen befinde. Der Mann halte sich seit Donnerstag (27. April) in Deutschland auf. Die Auslieferung wurde also vollzogen.

Das ist unser Artikel basierend auf der Fehlauskunft der Polizei

Königsdorf – Nach dem Doppelmord in Höfen befindet sich einer der Tatverdächtigen immer noch in Polen. „Wir hoffen, er wird bald ausgeliefert“, sagt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage. Dies sei aber von den juristischen Vorgängen abhängig. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den 23-jährigen Sohn der polnischen Pflegekraft, die im Herbst 2016 in dem Haus in Höfen gearbeitet hatte.

Drei Festgenommene in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten

Die beiden anderen Männer, die an dem folgenschweren Einbruch in der Nacht auf den 23. Februar beteiligt gewesen sein sollen, befinden sich in deutscher Untersuchungshaft – in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten, so Sonntag. Der 32-Jährige, der zunächst als Zeuge gesucht worden war, war Anfang April überstellt worden (wir berichteten). Der Bruder der Pflegekraft (43) befindet sich seit Kurzem in Deutschland. Die drei flüchtigen Männer waren von der polnischen Polizei in Stettin gefasst worden. Die Staatsanwaltschaft in München hat die Auslieferungshaftbefehle gestellt. Die Ausführung dauert unterschiedlich lange, da die Verdächtigen Rechtsmittel einlegen können. Die polnische Pflegekraft (49) war in Deutschland festgenommen worden und befindet sich seither vor Ort in Haft.

Viele Spuren auszuwerten

Die eigens eingerichtete Soko Höfen arbeitet nach wie vor an dem Fall, aber in einem kleineren Team. Neben der Vernehmung der Verdächtigen gehört die Auswertung der Spuren zu ihrer Aufgabe. „Es ist sehr viel Arbeit, die tausenden Spuren auszuwerten“, erklärt Sonntag. Es nehme einige Zeit in Anspruch, sei aber wichtig, damit die Tat im Gerichtsprozess allen vier Verdächtigen nachgewiesen werden könne. Bei dem Einbruch wurden eine Frau aus Frankfurt (76) und ein Mann aus Nordrhein-Westfalen (81) getötet. Die Eigentümerin des Hauses in Höfen (76) wurde schwer verletzt. „Gesundheitlich geht es ihr immer besser“, sagt der Polizeisprecher. „Aber die psychische Komponente spielt bei so einer heftigen Tat eine entscheidende Rolle.“ 

Die Faktenlage und eine Chronologie der Ereignisse zum Nachlesen.

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