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Hilfe für Krebskranke: Die Bayerische Krebsgesellschaft und der Verein Blut.eV bieten in Königsdorf ab sofort wöchentliche Außensprechstunden an. Das Foto zeigt (hinten v. li.) Dr. Jan Mehler, Hedda Rautenberg (Selbsthilfegruppe Geretsried), Dr. Michael Sandherr (Tagesklinik Hämatologie und Onkologie Weilheim), Markus Besseler (Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft) und Dr. Stefan Schmidbauer (Ärztlicher Direktor der Wolfratshausen Kreisklinik) sowie (sitzend v. li.) Andrea Bartscher (Beraterin), Michaela Karg (Regionalleiterin blut.eV Oberbayern) und Susanne Bogner (1. Vorsitzende und Geschäftsführerin blut.eV).

Angebot von blut.eV und Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte

Neue Außensprechstunde für Krebspatienten in Königsdorf

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Ein offenes Ohr hat Andrea Bartscher, Diplom-Sozialpädagogin und Psycho-Onkologin, künftig für jeden Krebspatienten, der ihren Rat sucht. 

Königsdorf – Erkrankt ein Mensch an Krebs, ist das für ihn selbst wie auch für die ihm nahe stehenden Menschen ein großer Einschnitt im Leben. Nicht selten sind die Betroffenen mit der neuen Situation heillos überfordert. Aus diesem Grund bietet die Bayerische Krebsgesellschaft an vielen Orten Bayerns eine Außensprechstunde an – in Zusammenarbeit mit dem Verein blut.eV, Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte (Regionalbüro Oberbayern), neuerdings auch in Königsdorf.

Erkrankte und Angehörige aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau können sich ab sofort in den Geschäftsräumen von blut.eV an der Hauptstraße 26 bei allen Fragen und Problemen rund um die Erkrankung wohnortnahe Hilfe holen. Andrea Bartscher, Diplom-Sozialpädagogin und Psycho-Onkologin, berät montags und mittwochs persönlich oder telefonisch. Das Angebot ist vertraulich und kostenlos.

Bartscher, so heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Bayerischen Krebsgesellschaft, unterstütze Betroffene bei der individuellen Krankheitsbewältigung und der Entlastung im Alltag. Sie beantworte zudem sozialrechtliche Fragen um Themen wie Rehabilitation, Erwerbsunfähigkeit, Frührente, Krankengeld oder finanzieller Überbrückung. „Eine Krebserkrankung belastet die Betroffenen nicht nur körperlich, sondern hat großen Einfluss auf alle Aspekte des Lebens“, so Andrea Bartscher. Viele Erkrankte bräuchten in dieser schwierigen Lebensphase „vor allem Orientierung und ein offenes Ohr“. Die Mitarbeiterin der Bayerischen Krebsgesellschaft nimmt sich Zeit für die Patienten aus der Region und hilft ihnen, neue Perspektiven für ein Leben mit der Krankheit zu entwickeln.

„Krebspatienten und ihre Angehörigen müssen in Zukunft nicht mehr nach München fahren, sondern können sich direkt an die neue Außensprechstunde in Königsdorf wenden“, ergänzt Markus Besseler. Ferner würden sie „von der Kooperation und der interdisziplinären Zusammenarbeit mit onkologischen Praxen und Kliniken in der Region und weiteren Unterstützern wie blut.eV“ profitieren, so der Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft weiter.

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Letztere verdichtet mit dem Angebot in Königsdorf ihre psychosozialen Beratungen in Oberbayern und reagiert damit auf den gestiegenen Bedarf: In Oberbayern wurden allein 2015 rund 21 700 Krebs-Neuerkrankungen gemeldet. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen waren es 580 neue Fälle, im Landkreis Weilheim-Schongau 640.

Kontakt

Möglich sind Kontakt und Terminabsprachen jeden Mittwoch zwischen 11 und 13 Uhr unter der Rufnummer 0 81 79/5 18 99 93 oder per E-Mail an koenigsdorf@bayerische-krebsgesellschaft.de.

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