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Grundsteinlegung für Tagungshaus: Die Jugendbildungsstätte Königsdorf wird für 6,3 Millionen Euro modernisiert und energetisch saniert. Am Samstag fand die Grundsteinlegung für das neue Tagungshaus statt.

Eine 6,3-Millionen-Euro-Investition

Neues Tagungshaus an der Jugendsiedlung Hochland

Königsdorf – Die Jugendbildungsstätte Königsdorf wird für 6,3 Millionen Euro modernisiert und energetisch saniert. Wir sprachen mit Leiter Josef Birzele über das Projekt.

Die Jugendbildungsstätte Königsdorf wird für 6,3 Millionen Euro modernisiert und energetisch saniert. Am heutigen Samstag um 12.30 Uhr findet die Grundsteinlegung für das neue Tagungshaus statt. Unsere Mitarbeiterin Yvonne Zuber sprach mit dem Leiter der Jugendsiedlung, Josef Birzele, über das Projekt.

Herr Birzele, was genau ist geplant?

Josef Birzele, Leiter der Jugendbildungsstätte Hochland in Königsdorf.

Das Tagungshaus stammt aus den 1930er Jahren und muss saniert werden. Wir verabschieden uns von der Ölheizung und stellen auf eine CO 2-neutrale Hackschnitzelheizung um. Das Energie- und Brandschutzkonzept entspricht dann dem neuesten Stand. Zudem wird das ganze Haus für Menschen mit Behinderung zugänglich sein. Das Gebäude des Tagungshauses wird fünf Meter länger. Dadurch ist der Speisesaal größer. Künftig können dort 150 Personen verköstigt werden. Die Küche wird ebenfalls vergrößert, ihr wird die bisherige Personalwohnung zugeschlagen. In Zukunft kann dort für 350 Menschen gekocht werden. Der Eingang des Tagungshauses wird entkernt und neu gestaltet. Im Foyer ist eine Lounge geplant, mit Cafeteria und einem Aufzug für Menschen mit Behinderung. Es soll ein offener Bereich werden, in dem sich Jugendliche auch abends wohlfühlen. Die Rezeption wird mit einer Empfangstheke ausgestattet. Der erste Stock wird auf ein Vollgeschoss erhöht. Dort entstehen zwei Tagungs- und Gruppenräume und zwei Kleingruppenräume. Damit ist der erste Bauabschnitt fertig.
 
Das bedeutet, dass es einen zweiten Bauabschnitt gibt?
 
Ja, nächstes Jahr folgt die Modernisierung des Westflügels mit Büros und zwei weiteren Gruppenräumen. Das Übernachtungshaus ist von den Maßnahmen nicht betroffen.

Wie behilft man sich in der Bauzeit ohne Küche?

Die Küche wurde bereits in das so genannte Glashaus am Parkplatz verlegt, wo es auch bisher schon eine Küche gab. Dort haben wir auch eine provisorische Heizung installieren lassen.Ich danke übrigens allen Gästen und Mitarbeitern, dass sie alles so mittragen.

Wie lange bleibt es bei dem Provisorium?

Geplant ist, dass die Küche im Tagungshaus Ende des Jahres wieder in Betrieb geht. Dann wird es nur noch eine Küche geben. Das Glashaus soll in Zukunft als reiner Speise- und Veranstaltungssaal genutzt werden.

Vor eineinhalb Jahren wurden die Kosten mit rund 5,4 Millionen veranschlagt. Wie kam es zu der Steigerung auf 6,3 Millionen?

Wie so oft mussten zusätzliche Auflagen erfüllt werden. Positiv ist, dass die Finanzierung komplett gesichert ist. Vier Millionen Euro erhalten wir von verschiedenen Gebern. Die Jugendsiedlung bringt 850 000 Euro Eigenmittel auf, und es wird ein Darlehen aufgenommen. Es ist eine überschaubare und gute Finanzierung. Das Projekt wurde europaweit ausgeschrieben. Deshalb freut es mich besonders, dass so viele einheimische Firmen zum Zug gekommen sind.

Wann ist alles fertig?

Wir gehen von Sommer 2017 aus und freuen uns schon auf den Neubeginn. Das helle und moderne Gebäude wird für die Ehrenamtlichen, für Kinder und Jugendliche mit Sicherheit ein neues Zuhause. Der Neubau zeigt auch die Bedeutung von Bildung für junge Menschen und ist eine gesellschaftliche Anerkennung für das hohe Engagement, das tagtäglich in vielen Jugendgruppen geleistet wird.

Die Grundsteinlegung

Am Samstag fand die Grundsteinlegung für das neue Tagungshaus statt. Im Rahmen der Feierlichkeiten mauerten die Verantwortlichen symbolisch eine Zeitkapsel im Boden ein. Sie enthält unter anderem eine Vereinssatzung, den Jahresbericht 2015, Baupläne sowie aktuelle Ausgaben der großen Tageszeitungen.

Zudem ein Buch über die Geschichte der Jugendsiedlung, ein Freundschaftsarmband und ein Kreuz. Dieses steht für Toleranz, Trost und Zuversicht. Die Arbeiten sollen im Sommer 2017 abgeschlossen sein.

yvi/ah

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