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Zahlreiche Medaillen sammelten Königsdorfs Segelflug-Piloten in der abgelaufenen Saison.

Segelflugzentrum Königsdorf

Piloten im Goldregen

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Die Piloten des Königsdorfer Segelflugzentrums sahnten am Deutschen Segelfliegertag in Hagen jede Menge Medaillen ab.

Königsdorf Der Traum des Menschen vom Fliegen ist uralt. Ihm sehr nahe kommen die Segelflieger in ihren grazilen Fluggeräten, mit denen sie lautlos durch die Lüfte gleiten. „Es gibt kaum eine andere Sportart, die den erlebnisorientierten Sport so perfekt mit dem ergebnisorientierten Sport vereinbart“, sagte Sprecher Mathias Schunk unlängst in einem Bericht des Bayerischen Fernsehens über das Segelflugzentrum (SFZ) Königsdorf.

Traditionell trifft sich die Gemeinschaft der über 30 000 Piloten Deutschlands nach der Saison im November zum Deutschen Segelfliegertag – dieses Mal in der Hagener Stadthalle. Die Hersteller und die Segelflug-Industrie zeigten dort ihre neuesten Flugzeugtypen und umfangreiches Zubehör – von Flugkarten bis zu aktuellen Anti-Kollisions-Warngeräten. Vorträge rundeten das Angebot ab. Höhepunkt des 76. Deutschen Segelfliegertags, den mehr als 2000 Anhänger des lautlosen Sports besuchten, war die Ehrung der Deutschen Meister im Streckensegelflug (DMSt).

Zu den erfolgreichsten Vereinen gehörte in den vergangenen Jahren immer das SFZ Königsdorf. Das war auch heuer so. Mit 300 019 Flugkilometern umrundeten die Oberbayern in diesem Jahr siebeneinhalb Mal die Erde. Das brachte ihnen die Goldmedaille ein. In der Bundesliga landete das SFZ auf Rang fünf. Die Junioren aber verteidigten in der U 25-Bundesliga ihren Meistertitel aus dem Vorjahr.

Ein regelrechter Goldregen ging über dem SFZ in den weiteren Kategorien nieder: Mathias Schunk siegte sowohl in der Offenen Klasse als auch in der Doppelsitzer-Klasse. Ein drittes Einzel-Gold erhielt er zum wiederholten Mal als Gesamtsieger mit den meisten Punkten über alle Wertungsklassen. Sein weitester Flug ging heuer Jahr über 1205 Kilometer.

In der Teamwertung der Offenen Klasse flog der SFZ-Sprecher gemeinsam mit Thomas Wolf und Oliver Wolfinger ebenfalls zu Gold. Wolf holte sich zusätzlich mit Platz drei in der Einzelwertung Bronze. Ebenso ging Gold in der Doppelsitzer-Mannschaftswertung an Königsdorf mit Schunk, Jens Ammerlahn und Vincent Heckert. Benjamin Bachmaier erhielt eine Auszeichnung für seinen Deutschen Klassenrekord im Ziel-Rückkehr-Flug, der ihn zum Matterhorn und zurück nach Königsdorf gebracht hatte.

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