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Mäßig besucht war die Bürgerversammlung am Donnerstagabend in Königsdorf. Gut 50 Anwesende lauschten dem Bericht von Rathauschef Anton Demmel.

Bürgerversammlung

Rathauschef Demmel: In Königsdorf läuft‘s nicht schlecht

Offensichtlich plagen die Königsdorfer zurzeit keine großen Sorgen. In der mäßig besuchten Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Postsaal gab es jedenfalls keine Nachfragen und keine Diskussion. Kurz und bündig führte Bürgermeister Anton Demmel durch die Erfolgsbilanz der Gemeinde. Nach gut einer Stunde war die Versammlung zu Ende.

Königsdorf– Auch der Wirbel um seinen Parteiwechsel und die Spekulationen über seinen weiteren Werdegang wurde nur vom Rathauschef selbst thematisiert. Wie berichtet ist Demmel nach 16 Jahren bei den Freien Wählern aus- und in die CSU eingetreten. „Ich bin in der Gemeinde noch immer der Gleiche“, beteuerte der Bürgermeister. Über die Wertschätzung, die ihm nach seiner Entscheidung entgegengebracht worden sei, habe er sich gefreut. Man müsse nun schauen und abwarten. Für konkrete Aussagen zu seiner beruflichen Zukunft sei es noch viel zu früh. „Bis zur nächsten Wahl steht in der Gemeinde auch noch einiges an“, sagte Demmel.

Königsdorfs Bürgermeister Anton Demmel

Konkret nannte der Bürgermeister zwei Großprojekte: die Modernisierung des Bauhofs und die Sanierung der Schulturnhalle. Er bat um Geduld. Die Fördermittel seien hier „kriegsentscheidend“ und müssten erst abgeklärt werden, bevor man große Summen für eine Sanierung oder auch einen Neubau bewegt. Zudem müssten die verschiedenen Interessen zusammengebracht werden.

In Sachen sozialer Wohnungsbau berichtete der Rathauschef, dass das Vorhaben am Angersteig, ein „Pilotprojekt im Landkreis“ mit zwölf  Wohneinheiten und Tiefgarage, erst zur Hälfte fertig ist. Offen sprach er auch aus, dass die Kosten deutlich gestiegen sind – um rund 500 000 Euro auf 3,2 Millionen Euro bei einem Zuschuss von 977 000 Euro. Als Gründe nannte Demmel den problematischen Untergrund, die geforderte Technik und die allgemeine Konjunkturlage. Er hob aber hervor, dass das Projekt die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Gemeinde sichere und damit Wohnraum für bedürftige Menschen geschaffen werde.

Als eine „never ending story“ bezeichnete Demmel das Thema Breitband und beklagte die schlechte Informationspolitik der Telekom. Er hoffe, dass die kaputte Leitung (wir berichteten) bis März repariert sei und dann im Hauptort alles funktioniere. Derzeit laufe die Planung für den Breitbandausbau in den Gebieten, die noch nicht mit 50 Megabit pro Sekunde erschlossen sind.

Zum Thema Trinkwasser berichtete Demmel, das die Ultrafiltrationanlage läuft. Zur Finanzierung war im Herbst 2017 der Wasserpreis erhöht worden, eine weitere Steigerung sei aber möglich. Man müsse nun alles durchrechnen „und dann sehen, inwieweit die Kosten anzupassen sind“. Zur geplanten Gestaltungs- und Erhaltungssatzung erläuterte der Bürgermeister, dass damit die ortsbildprägende Eigenart des Gebietes „Ortsmitte“ geschützt werden soll. Demnächst würden alles online gestellt und die Betroffenen zur Bürgerbeteiligung eingeladen.

Von einer „erfreulichen Entwicklung“ berichte Demmel bei der Grundschule. Diese werde wieder zweizügig. Stabil seien auch die Mittelschulklassen. „Das sichert den Schulstandort.“ Für die Zukunft sprach sich der Rathauschef für eine Entwicklung der Gemeinde mit Maß und Ziel aus. Man müsse klären, wo man hinwolle mit Wachstum und Flächenverbrauch. Demmels abschließendes Fazit: „Es läuft nicht schlecht bei uns, aber fertig sind wir nie.“

Yvonne Zuber

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