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Was ist jetzt bitte los? Bäckergeselle Girgl Brenner (Martin Eichbichler) wird zum Opfer der Annäherungsversuche von Hausmädchen Anna (Agnes Kerwien). Er ist nicht der Einzige, dem das passiert. 

Trachtenverein Alpenrose

Theatergruppe bringt Feuerwehrsitzung auf die Bühne

Königsdorf – So eine Vorstandssitzung der Feuerwehr kann eine langatmige Veranstaltung sein. Aber nicht auf auf der Bühne der Theatergruppe des Trachtenvereins Königsdorf-Osterhofen.

In einem Ort namens Oberdimpfelhausen steht etwas sehr Wichtiges an: die Wahl eines neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr. Bäckermeister Heini Dobler (Anderl Länger), bisher stellvertretender Kommandant, hat Ambitionen, er würde jetzt gerne an die Spitze gewählt werden. Deshalb finden sich seine engsten Feuerwehr-Spezln schon vorher bei ihm ein, um die Wahltaktik zu üben.

Bäckermeistergattin Wally Dobler (Regina Mayr) ist davon nicht begeistert. Sie hat aber andere Sorgen: Just an diesem Tag hat sie nämlich einen Brief vom Pflegevater ihrer unehelichen, inzwischen 18-jährigen Tochter erhalten. Leni Lerch (Kristina Mahlknecht) heißt sie, und sie möchte ihre Mutter besuchen. Problem: Gatte Heini weiß nichts von einer vorehelichen Affäre seiner Frau. Als diese sich nun verzweifelt aufmacht, um ihre Tochter wenigstens am Bahnhof abzupassen, kommt sie zu spät. Ausgerechnet Bäckergeselle Girgl (Martin Eichbichler ) hat das Mädchen vor ihr getroffen und bereits ins Haus Dobler gebracht. Und sich auch gleich in sie verliebt. Was folgt, ist ein sehr lustiges Wirrwar, bestehend aus der Feuerwehrsitzung (die die Zuschauer erst im Nachhinein erzählt bekommen) sowie einer durchgefeierten Nacht, die diverse Ehedramen und eine Männer-WG zur Folge hat.

Löschübungen und Feuerwehrlieder als Showeinlagen

Unter der bewährten Regie von Maria Harant und Hans Huber wird die Zeit bis zum Happy End auch durch das Hausmädchen Anna (Agnes Kerwien) verkürzt. Eigentlich würde sie sich gerne diversen Männern an den Hals werfen, kommt aber trotz teils dramatischer Bemühungen nicht so richtig zum Zug. Die Männergespräche vor der Sitzung zwischen Bäckergeselle Girgl, Schneidermeister Fritz Nadel (Simon Albers), Kolonialwarenhändler Jakobius Quirl (Michi Mayr) und Schuster Bene Stiefelwix (Kaspar Mayr) könnten etwas zäh werden. Das verhindern jedoch immer wieder Showeinlagen wie Löschübungen auf der Bühne sowie Feuerwehrlieder, die wunderschön betrunken gegrölt werden. Und vor allem natürlich die exzellente schauspielerische Leistungen aller Beteiligten.

Kulinarischer Genuss: Feuerwehr-Ofenleber und Gams-Gulaschsuppe

Als Veranstaltungsort dient der Postsaal im Postgasthof Hofherr. Bei der Premiere am Freitagabend saßen rund 130 Zuschauer an langen Tafeln zusammen. Wenn ihr Sitznachbar nicht allzu groß war, hatten sie von dort einen guten Blick auf die vom Trachtenverein liebevoll gestaltete Bühnenkulisse. Gerichte wie „Feuerwehr-Ofenleber“ und „Feurige Gams-Gulaschsuppe “ von der Theaterkarte und die Blasmusik taten ihr Übriges für einen sehr angenehmen, unterhaltsamen Theaterabend. Sechs solcher Abende werden noch folgen, plus eine Exklusiv-Vorführung für den Verein Lebenshilfe. Wer schon Karten hat, kann sich auf eine äußerst kurzweilige Veranstaltung freuen. Wer nicht, der auch: Für die verbleibenden Vorstellungen sind noch Restkarten zu haben.

Weitere Termine

Aufgeführt wird der Schwank „Die Feuerwehrsitzung“ von Hermann Schuster am 13. Januar, 14. Januar, 20. Januar, 21. Januar, 27. Januar und 28. Januar, jeweils um 19.30 Uhr.

Von Carina Sappl

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