Kolpingplatz: Badehaus-Allianz will auf Nummer sicher gehen

Waldram - Siedler und Historischer Verein wollen sich die versprochenen städtischen Zuschüsse für Sanierung und Umbau des ehemaligen jüdischen Badehauses am Kolpingplatz sichern.

Und zwar mit einem offiziellen Antrag. Vorher muss jedoch der Förderverein gegründet werden. Am kommenden Montag gibt es dazu eine erste Sitzung. Das wurde bei der SPD-Ortsvereinsversammlung am Mittwoch bekannt.

Bernhard Reisner, Vize-Vorsitzender des Historischen Vereins, wies allerdings auch darauf hin, dass es nicht Aufgabe eines Historischen Vereins sei, eine Immobilie zu sanieren, zu verwalten und zu unterhalten. Solche Aufgaben seien in der Satzung des Vereins nirgends zu finden. Außerdem wolle man auch künftig seinen kulturellen Pflichten nachkommen und nicht sämtliche Kräfte in der Sanierung binden. „Das Erinnern ist Aufgabe der Kommune, deren Vertreter aber lehnen sich zurück und schauen, was andere machen“, kritisierte auch Wolfgang Saal, Vorsitzender der Siedlungsgemeinschaft Waldram - und bekam dafür Applaus.

Saal hofft nun, dass die Zusage von Bürgermeister Helmut Forster, das Projekt mit 50 Prozent der Investitionskosten unterstützen zu wollen, nicht nur ein „Lippenbekenntnis“ gewesen ist. Immerhin würden erhebliche Kosten entstehen. Reisner betonte zwar, darauf zu vertrauen, dass der Bürgermeister sein Wort halte. Trotzdem werde man einen entsprechenden Antrag so schnell wie möglich stellen. Dafür aber müsse erst der Förderverein gegründet werden.

(njd)

Auch interessant

Kommentare