Kolpingplatz: Engagement von Erfolg gekrönt

Waldram - Die Tür zum Erhalt des Kolpingplatzes in Waldram und der beiden darauf stehenden Gebäude ist seit Donnerstag weit geöffnet.

In einem Gespräch mit Vertretern der Stadt, der Erzbischöflichen Finanzkammer München und Freising, der Seminarstiftung St. Matthias, der Siedlungsgemeinschaft Waldram und des Historischen Vereins Wolfratshausen wurde ein Lösungsansatz erarbeitet. Der komme „den Interessen aller Beteiligten entgegen“, stellt Bernhard Reisner, Zweiter Vorsitzender des Historischen Vereins, fest.

Über zwei Stunden saßen Wolfratshausens Bürgermeister Helmut Forster, der Leiter des städtischen Bauamtes, Dieter Lejko, Seminardirektor Pfarrer Martin Schnirch, Winfried Hierl, stellvertretender Finanzdirektor des Ordinariats, Hans-Georg Anders von der Immobilienverwaltung, Wolfgang Saal, Vorsitzender der Siedlungsgemeinschaft sowie Sybille Krafft, Bernhard Reisner und Eva Greif vom Historischen Verein am Donnerstagvormittag im Rathaus der Loisachstadt zusammen. „Es war ein konstruktives, offenes Gespräch. Es gab von keiner Seite Vorbedingungen“, berichtet Reisner auf Nachfrage unserer Zeitung.

In sechs Punkten wurde das Ergebnis zusammengefasst. Die beiden Gebäude auf dem Kolpingplatz sollen nicht abgerissen, sondern stattdessen als Ensemble erhalten werden. Die Seminarstiftung überträgt das ehemalige jüdische Badehaus an einen noch zu gründenden Förderverein, der in dem Gebäude eine Dokumentationsstätte zur Geschichte Waldrams und des ehemaligen Lagers Föhrenwald und seiner Menschen einrichtet und dieses auch betreibt. Die Stadt Wolfratshausen beteiligt sich an der Sanierung des Badehauses laut Forster mit einem wesentlichen Betrag und beauftragt einen Architekten mit der Entwicklung der neuen Planung. Auf dem restlichen Areal wird das Baurecht moderat erhöht. Allerdings steht diese Lösung in allen Punkten unter dem Vorbehalt der zuständigen Gremien, also des Stadtrates und des Diözesanrates. (nie)

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