Kolpingplatz: Kirche zu Gesprächen bereit

Waldram - Es gibt Hoffnung für die beiden alten Häuser am Kolpingplatz. Die Kirche zeigt sich grundsätzlich verhandlungsbereit. Man werde das Gespräch mit den Betroffenen suchen, sagte eine Sprecherin der Erzdiözese.

Seit bekannt ist, dass die beiden alten Häuser - eines war einmal ein jüdisches Ritualbad - zugunsten von Neubauten weichen sollen, haben Siedlergemeinschaft Waldram und Historischer Verein einiges unternommen, haben unter anderem an Kardinal Reinhard Marx geschrieben. Ein Brief sei eingegangen, bestätigte Bettina Göbner von der Pressestelle des Erzbischöfllichen Ordinariats im München auf Anfrage. Das Schreiben werde bearbeitet, konkrete Aussagen könne man noch nicht treffen. „Wir werden aber auf Stadt, Verein und Siedlergemeinschaft zugehen, um eine Lösung zu finden, die allen Interessen gerecht wird.“

Dieses Signal dürfte vor allem in Waldram auf offene Ohren stoßen. Wie die beiden Stadträte aus diesem Stadtteil, Manfred Fleischer (CSU) und Reiner Berchtold (SPD), bestätigten, werden sie vor Ort immer wieder mit dem Thema konfrontiert - vor allem Berchtold wurde auch das eine oder andere Mal kritisiert. Er hatte in einer Sitzung gesagt, dass man aus Waldram kein Museum machen dürfe - und damit Unmut hervorgerufen. „Ich verstehe ja das Ansinnen vieler Waldramer, die Häuser auch als Mahnmal an die Geschehnisse in der NS-Zeit zu erhalten“, so Berchtold. Man dürfe aber nicht außer Acht lassen, dass Waldram wächst und man eben einen Spagat finden müsse zwischen dem Erhalt von Alt-Waldram und der Modernisierung des Stadtteils.

(fla)

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