Drei Studentinnen der TU München bei ersten Aufmaßarbeiten am ehemalligen jüdischen Badehaus am Kolpingplatz in Waldram. Foto: voss

Kolpingplatz: Zum Start ein 600-Euro-Signal

Wolfratshausen - Der Historische Verein Wolfratshausen hat die ersten 600 Euro für den Erhalt des Badehauses am Kolpingplatz gesammelt. Außerdem hat die Planung für den Umbau begonnen.

Noch ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt Bernhard Reisner. „Es hat aber auch eine symbolische Wirkung“, fährt der Vize-Vorsitzender des Historischen Vereins fort. „Wir wollen es allen zeigen: Wir haben losgelegt.“

Der Verein setzt sich für den Erhalt des jüdischen Badehauses am Kolpingplatz in Waldram ein und plant darin eine Dokumentations- und Begegnungsstätte. Für Sanierung und Unterhalt soll in den nächsten Wochen ein Förderverein gegründet werden. Dessen Hauptaufgabe wird es sein, Fördermittel und Spendengelder zu organisieren, um den Umbau des 600 Quadratmeter großen Gebäudes zu finanzieren.

Bei seiner jüngsten Veranstaltung in der Aula des Seminars St. Matthias, die dem Schriftsteller Ernst Wiechert gewidmet war, stellte der Historische Verein einen Spendentopf auf - und der war am Ende des Abends mit mehr als 600 Euro gut gefüllt. „Es ist sehr erfreulich, dass unsere Besucher und Förderer unser Projekt so großzügig unterstützen“, freut sich Reisner.

Unterstützung erhofft sich Reisner auch von den Siedlern und der DJK. Wie die konkret ausschauen könnte, will er noch nicht sagen. „In den nächsten zwei Wochen gibt es eine Vorstandssitzung, in der ein Konzept für den Förderverein ausgearbeitet werden soll. Wenn das steht, gehen wir auch auf die anderen zu.“

Unter der Leitung der Architektin und Bauhistorikerin Dr. Kaija Voss, die Mitglied im Vorstand des Historischen Vereins ist, arbeiten zur Zeit auch Studenten der Fakultät Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege der TU München an einer Bestandsaufnahme des Hauses aus dem Jahr 1938. „Über Pfingsten war die erste Studentengruppe in Waldram und hat begonnen, die Fassaden des ehemaligen jüdischen Badehauses zu dokumentieren“, erläutert Reisner.

Weitere Infos über Planungen und Arbeiten am Kolpingplatz gibt es auf der Homepage unter www.histvereinwor.de.

(fla)

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