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Gut gebaute Werbeträger: Mit Postkarten und Plakaten wirbt die Stadt Wolfratshausen für eine Surfwelle in der Loisach. Noch steht das Projekt auf wackeligen Beinen. Foto: Jens Schumann/Pandaworkx

Kräftig trommeln für die Surfwelle

Wolfratshausen - Surfen in der Flößerstadt: Dieses Projekt schieben die Waldramer Stefanie und Marcus Kastner gemeinsam mit der Stadt an. Jetzt sind die Bürger am Zug.

Eine Online-Umfrage soll das Interesse in der Bevölkerung ermitteln. Die Fragebogen wurde von den Initiatoren des Projekts, Marcus und Stefanie Kastler aus Waldram, und der Stadt Wolfratshausen entwickelt. Auf der extra eingerichteten Homepage der Surfwelle gelangt man direkt zu den neun Fragen, die sich innerhalb einer Minute gemütlich beantworten lassen. Die Organisatoren versprechen sich von der Auswertung Erkenntnisse, wie groß das Interesse an einer derartigen Einrichtung ist - und welche Nutzungszeiten für die Welle sinnvoll wären. An der Umfrage kann jeder teilnehmen, der sich eine Surfwelle in der Loisachstadt wünscht. Es ist egal, wie alt die Aktions-Teilnehmer sind und wo sie in der Stadt wohnen. Wer die Fragen beantwortet, kann zudem an einer Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen gibt es T-Shirts und Pullover mit dem „River-Surfing-Wolfratshausen“-Logo. Auf der Internetseite finden sich darüber hinaus detaillierte Informationen zum aktuellen Planungsstand zur Trendsportart Riversurfing allgemein.

Um das Interesse in der Bevölkerung zu steigern, startet laut Pressemitteilung der Stadt Wolfratshausen nun eine groß angelegte Marketingaktion. Postkarten und Plakate werben für die geplante Attraktion in der Loisach. Sie zeigen typische Wolfratshauser Motive wie das Gasthaus Humplbräu, den Marienbrunnen an der Marktstraße und die alte Floßlände. Diese markanten Punkte sind mit Szenen verknüpft, die das Lebensgefühl des Freiluftsports vermitteln sollen. Die Fotomodells sind alle selbst begeisterte Surfer aus Wolfratshausen und der Umgebung. Laut Gisela Gleißl, Tourismusbeauftragte der Flößerstadt, waren die jungen Wellenreiter „mit großen Enthusiasmus einen Tag lang mit einem Profifotografen unterwegs“. Die Aufnahmen für die Plakate und Postkarten stammen von Jens Schumann, Fotograf bei Pandaworkx. Gleißl: „Die Bilder machen große Lust auf die Wolfratshauser Surfwelle.“ Das Vorhaben lasse sich auch mit dem Slogan der Flößerstadt „Was erleben - Wasser leben“ vereinen.

Eine Machbarkeitsstudie, die die Stadt Wolfratshausen in Auftrag gegeben hatte, soll die Rahmenbedingungen an der anvisierten Stelle nahe der Loisachmühle in Weidach und die Realisierungsmöglichkeiten untersuchen. Die Ergebnisse stehen noch aus. Sie sollen in die Planungen mit dem Betreiber des Kraftwerkes der Loisachmühle einfließen. In der Pressemeldung räumt Tourismusmanagerin Gleißl ein: „Zum momentanen Zeitpunkt steht noch nicht fest, ob die Surfwelle Wolfratshausen tatsächlich umgesetzt werden kann.“

Dominik Stallein

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