Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

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Für ihre Kleine kämpft sie gegen den Krebs: Jacky D. und ihre siebenjährige Tochter Leonie.

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Junge Mutter kämpft gegen Krebs: "Ich werde es schaffen"

Geretsried - Jacky D. leidet unter einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs. Die Behandlung ist teuer. Doch sie ist zuversichtlich - und wünscht sich ein bisschen Unbeschwertheit für sich und ihre Tochter Leonie.

Ihr früherer Frauenarzt nahm die Schmerzen in der Brust und unterhalb der Achsel nicht ernst. Als sie immer schlimmer wurden, ging Jacky D. zu einem anderen Arzt. Der ließ sofort eine Mammographie vornehmen. Das Ergebnis war ein Schock für die erst 25-jährige Geretsriederin: Sie hatte ein dreifach negatives Mammakarzinom, eine besonders aggressive Form von Brustkrebs. Metastasen hatten sich abgesehen von einer Stelle an den Lymphknoten unter der Achsel zum Glück noch keine gebildet. Die Ärzte beurteilten die Heilungschancen als gut. Für die Mutter einer siebenjährigen Tochter hieß es jedoch, sich so schnell wie möglich einer Chemotherapie zu unterziehen.

Von Juni bis Anfang November musste Jacky zwei Chemo-Blöcke über sich ergehen lassen. „Beim ersten ging es mir zwölf Wochen lang richtig schlecht“, erzählt sie. Den zweiten Block habe sie besser verkraftet. Ende November folgte eine Operation, bei der der Tumor aus der Brust und einige Lymphknoten entfernt wurden. Davon erholt sich Jacky gerade. Eventuell muss sie noch einmal unters Messer, falls noch Tumorgewebe übrig geblieben ist. Im Anschluss steht ihr eine zweimonatige, tägliche Bestrahlung bevor. Danach muss die junge Mutter alle vier Wochen Medikamente nehmen, um die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls zu verringern. „Ich werde es schaffen“, sagt die Geretsriederin zuversichtlich. Auf ihrem Blog „Pinke Pusteblume“ macht sie anderen Betroffenen Mut und tauscht sich mit ihnen aus.

Unsere Zeitung hat sich mit Jacky in einem Café getroffen, Tochter Leonie ist dabei. Die Mutter spricht ganz offen vor dem aufgeweckten Mädchen über die Krankheit. Es habe keinen Sinn, Kindern etwas vorzumachen. Sie würden es merken, sagt die angehende Kinderpflegerin. Ihre Ausbildung musste die 25-Jährige abbrechen. Sie hofft, im September noch einmal neu anfangen zu können. Jacky wirkt sehr stark. „Ich lebe viel bewusster. Hat mich der Regen früher gestört, so freue ich mich heute, die Tropfen auf meiner Nase zu spüren“, sagt sie. Auch, dass ihre Familie seit der Erkrankung „näher zusammengerückt“ ist, wie sie es ausdrückt, dass ihre Eltern und Schwestern sie unterstützen, wo es geht, freut Jacky.

Doch ihr Optimismus wird getrübt von finanziellen Sorgen. Das Krankengeld, aufgestockt mit Hartz IV, reicht gerade für das Allernötigste. Das Konto ist ständig überzogen. Von Leonies Vater ist keine Unterstützung zu erwarten. „Ich brauche Mützen, Tücher und neue Kleidung wegen meiner Gewichtszunahme sowie teure Naturkosmetik, weil meine Haut total empfindlich geworden ist. Die Zuzahlungen zu Medikamenten summieren sich. Das Geld reicht einfach hinten und vorne nicht“, beschreibt Jacky die Situation.

Im Luxus gelebt hat die Alleinerziehende nie, aber sie kam klar. Es fällt ihr nicht leicht, um Spenden zu bitten. „Ich würde einfach gerne mal wieder mit Leonie ins Kino oder Pizza essen gehen, die Zeit mir ihr unbeschwert genießen“, sagt sie. Ein großer Wunsch wäre außerdem ein Kondenstrockner, damit sie die Wäsche nicht immer in der kleinen Wohnung aufhängen muss. Für diese Sachspende und Geldspenden wäre Jacky unendlich dankbar.

Ihre Freundin Nicole Handal, die für sie auf Facebook eine Hilfsaktion gestartet hat, schreibt: „Jacky ist eine lebensbejahende, fröhliche Person, die nie aufgibt, anderen immer hilft und trotz allem versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen. Ich wünsche mir für sie, dass sie ihren Kopf frei bekommt von finanziellen Nöten und Sorgen und sich auf das gesund werden konzentrieren kann. Für sich und Ihre Tochter.“

Tanja Lühr

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