Kommt sie oder kommt sie nicht? Die geplante Surfwelle in Wolfratshausen ist umstritten.

Kommentar

Künstliche Surfwelle: Pleiten, Pech und Pannen

Schon wieder klafft eine Finanzierungslücke im Projekt Surfwelle. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Carl-Christian Eick

Hätte, hätte, Fahrradkette: Rückblickend war das Bemühen, die Flößerstadt um eine populäre Attraktion zu bereichern, von Pleiten, Pech und Pannen begleitet. Hätte Rathauschef Klaus Heilinglechner etwas aus der unsäglichen Bürgerladen-Debatte gelernt, hätte er den Mut gehabt, dem Stadtrat und der Öffentlichkeit von Beginn an zu eröffnen: Die Surfwelle kostet 1,2 Millionen Euro – nun sagt mir, ob ihr sie zu dem Preis bauen wollt oder nicht. Stattdessen: Salamitaktik, spärlich tröpfelnde Informationen und haarsträubende handwerkliche Fehler: Statt Brutto- machten geraume Zeit Nettopreise die Runde. Hinzu kommt nun das Gerücht, dass die Leader-Förderung aufgrund eines Fauxpas’ in der Verwaltung deutlich geringer ausfällt als bislang angenommen.

Carl-Christian Eick, Redaktionsleiter des Isar-Loisachboten

Hätte man aufgrund der Komplexität des deutschlandweit bis dato einmaligen Vorhabens nicht viel früher erkennen müssen, dass eine Tourismusbeauftragte, die nicht Vollzeit im Rathaus beschäftigt ist, mit der Projektleitung überfordert ist? Hätte die Stadt nicht stattdessen einen Profi zurate ziehen müssen, der einen Weg durch den Dschungel aus Verfahrensbeteiligten und potenziellen Fallstricken schlägt?

Zum selben Thema: Wolfratshauser werben für die Surfwelle

Nun ist guter Rat im buchstäblichen Sinne teuer. Jetzt hilft nur noch eins: 1,2 Millionen Euro für die Surfwelle in Weidach bereitstellen – und sich im besten Fall am Ende über einen Haushaltsrest freuen. Oder sich ehrlich eingestehen: Die Welle war zu viel für Wolfratshausen. Diesem Projekt waren Bürgermeister, Verwaltung und Stadtrat nicht gewachsen.

cce

Lesen Sie auch: Geplante Surfwelle in Wolfratshausen: Böse Überraschung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Beschwingt ins Jubiläumsjahr: Stadt organisiert fröhliches Geburtstagsfest
Zum Jubiläumsjahr hat sich die Stadt Geretsried etwas Besonderes einfallen lassen: Anstatt eines trockenen Empfangs gab es eine ausgelassene Party mit 320 Gästen.
Beschwingt ins Jubiläumsjahr: Stadt organisiert fröhliches Geburtstagsfest
ESC will die Mighty Dogs an die Leine nehmen
Die Geretsrieder River Rats wollen am Sonntag daheim gegen Schweinfurt den Erfolg vom Vorrunden-Heimspiel wiederholen, doch der Gegner hat sich für die Abstiegsrunde …
ESC will die Mighty Dogs an die Leine nehmen
Eine Lücke schließt sich: Unverpackt-Laden öffnet bald in Wolfratshausen
In Wolfratshausen eröffnet bald der „Ohnverpackt“-Laden. Hier können die Kunden regionale Bio-Waren ganz ohne Plastik einkaufen. 
Eine Lücke schließt sich: Unverpackt-Laden öffnet bald in Wolfratshausen
Insolvenzverwalter von Sieber droht Politikern und Beamten mit Verleumdungsklage
Der Insolvenzverwalter von Sieber fährt schwere Geschütze auf: Jedem, der Sieber in Zusammenhang mit Todesfällen bringt, droht Josef Hingerl mit einer Verleumdungsklage.
Insolvenzverwalter von Sieber droht Politikern und Beamten mit Verleumdungsklage

Kommentare