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Kunst im Amt: Ein ungewohnter Anblick erwartet die Passanten am Wolfratshauser Vermessungsamt. Dort werden Kunstdrucke verschiedener Maler gezeigt. Foto: Sabine Hermsdorf

Kunstmeile mit Mode und Meerblick aus Öl

Wolfratshausen - Unter dem Motto „Raum braucht Kunst - Kunst braucht Raum“ wurde „Wolfratshauser Kunstmeile zwei“ eröffnet. Rund 300 Besucher und 35 ausstellende Künstler kamen.

Überschattet wurde die Veranstaltung von groben Vandalismus: Unbekannte rissen zwei Skulpturen an der alten Floßlände aus ihren Verankerungen und warfen sie in die Loisach. Zudem wurde eine Holzfigur beschädigt. Trotz der Wut und Trauer über die sinnlose Zerstörungswut, ließen sich die Organisatoren die Freude auf die Kunstmeile, die bis zum 26. September in Wolfratshausen gastiert, nicht nehmen. So forderte Hans-Werner Kuhlmann als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) dazu auf, durch die Innenstadt zu flanieren. Dort gab es Werke einheimischer und überregionaler Künstler in den Fenstern der Geschäfte zu entdecken. „Wir zeigen einen anspruchsvollen Kunst-Querschnitt“, sagte er und riet den Besuchern, sich durch die Bilder, Skulpturen und Fotografien inspirieren zu lassen.

Zu den besonderen Hinguckern gehört derzeit das Vermessungsamt, das ebenfalls Bestandteil der Kunstmeile ist. Hier wurden die Fenster mit Kunstdrucken von Bildern der Künstler Heinz Haberkorn und Hamit Cordan aus Wolfratshausen, Ruth Kohler aus Münsing und Alinde Rothenfußer aus München verhüllt. Neben einer Schaufensterpuppe in Jeans und kariertem Hemd zeigt Thomas Müller aus Bad Tölz verschiedene Grafiken. Seine Werke sind bei „Jeans & News“ am Untermarkt zu sehen.

Inmitten der Mode im Schaufenster von „Boodevaar“, Untermarkt 6, sind großformatige Bilder mit Fisch und Meerblick des Malers Ulrich Kehrt aus München ausgestellt. Fahnen und rote Punkte vor den teilnehmenden Geschäften zeigen den Besuchern, wo ausgestellt wird.

Bürgermeister Helmut Forster dankte besonders den ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Einsatz die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Er freute sich, dass Wolfratshausen nun bis zum 26. September um eine Attraktion reicher ist. „Es lohnt sich, unserer Stadt einen Besuch abzustatten und Kunst in einer besonderen Atmosphäre zu erleben“, so Forster. Er wünschte den Organisatoren einen „großen Erfolg“ mit der Veranstaltung. „Sie hat es verdient.“

An die Zuhörer gerichtet forderte Forster dazu auf, sich Zeit für den Kulturspaziergang zu nehmen und bei dieser Gelegenheit auch „die Seele baumeln zu lassen“.

Dem Galeristen und Künstler Klaus Grape war es gelungen, zur Eröffnung der Kunstmeile den Chor des „one world projects“ in die Flößerstadt zu holen. Die zehn Jugendlichen aus acht verschiedenen Nationen, die seit nunmehr elf Jahren gemeinsam auftreten, begeisterten mit ihrer A-Capella-Darbietung. Ihr Auftritt wurde mit „Bravo“-Rufen und viel Applaus honoriert. Auch die Schulband der Realschule Wolfratshausen unter der Leitung von Michael Kavelar unterhielt bestens und bekam ebenfalls viel Beifall.

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