Kurze Diskussion, kleine Änderungen

- Kaum Anmerkungen zur Stellungnahme der Vertreter des Begehrens

Geretsried - Ehrverletzende, wahrheitswidrige oder zu lange Äußerungen hätte der Stadtrat gestern in der Sondersitzung (siehe Seite 1) ablehnen können. Bürgermeister Hans Schmid (CSU) machte jedoch nichts davon in der Stellungnahme der Vertreter des Bürgerbegehrens (siehe Kasten rechts) aus. Hans Ketelhut (CSU) dagegen glaubte, eine unwahre Behauptung entdeckt zu haben. Er störte sich daran, dass die Initiative die gemeinsame Therapie von alkohol- und drogenkranken Menschen erneut als Experiment bezeichnet. "In der Veranstaltung des Deutschen Ordens wurde doch ganz klar gesagt, dass seit zehn Jahren in diesem Bereich gearbeitet wird." Brigitta Siepmann (Grüne) gab ihm Recht. Lediglich in Bayern gebe es noch keine Einrichtung dieser Art, wohl aber "in anderen Bundesländern". Auf eine Änderung des Textes bestand sie aber nicht. Denn der Begriff "wahrheitswidrig" sei "im Sinne der Bürger sehr großzügig auszulegen".

Wort "Suchteinrichtung" soll geändert werden

Gerhard Vogel (Freie Wähler) störte sich an der Formulierung, dass die Einrichtung "mitten im Schulbereich" liegt. "Das trifft doch nicht zu", meinte Vogel. Harald Sachers (CSU) hatte einen anderen Einwand. Bereits im ersten Satz fordere die Initiative "keine Suchteinrichtung für Drogenabhängige". "Das ist ja wohl völlig falsch", meinte er. Suchteinrichtung höre sich so an, als würde die Einrichtung die Sucht fördern. Rathauschef Schmid will die Initiative nun auffordern, den Begriff in "Suchthilfeeinrichtung" zu ändern. Außerdem müssen zwei Wörter, die momentan aus Großbuchstaben bestehen, klein geschrieben werden.va

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