Leerstelle Umweltreferent

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Wolfratshausen &#8211; Die Stelle des Umweltreferenten ist vakant &#8211; seit dem Rücktritt von Gaby Reith (Grüne) im Juli nach dem Streit um eine Föhre. Bürgermeister Reiner Berchtold erklärt auf Anfrage, dass sich er und die Verwaltung nicht auf die Suche nach einem neuen Referenten gemacht hätten: &#8222;Aber wenn sich wer meldet, habe ich nichts dagegen.&#8220; Stadt- und Gemeinderäte könnten Referenten für bestimmte Gebiete haben, müssten aber nicht. <P>Es wäre schon schön, wenn man für diesen Bereich jemanden hätte, räumt Berchtold ein. Zumal auch die anderen Referate durch Stadtratsmitglieder besetzt seien, und das Rathaus immer dankbar für Mithilfe sei. &#8222;Aber der Umweltschutz wird von uns in der Verwaltung genauso gemacht.&#8220; Deshalb sein Fazit in der Diskussion um das unbesetzte Amt: &#8222;Explizit suchen tue ich nicht.&#8220; <P>Ein Referent dürfe nicht Gegner der Verwaltung sein. &#8222;Wenn das Verständnis für die andere Seite nicht vorhanden ist, macht die Sache keinen Sinn.&#8220; <P>Die geplante Fällung einer Föhre an der Beuerberger Straße hatte im Juli für Streit im Stadtrat gesorgt. Reith hatte für den Erhalt gekämpft, die Verwaltung die Fällung des Baumes mit verkehrsrechtlichen Gründen durchgesetzt. Gaby Reith war nach Androhung juristischer Konsequenzen zurückgetreten. <P>Das Verständnis für die andere Seite &#8211; das vermisst auch Gaby Reith. Sie war schon unter Bürgermeister Peter Finsterwalder sechs Jahre lang Umweltreferentin, dann weitere sechs Jahre unter Berchtold sowie die ersten drei Jahre der jetzigen Legislaturperiode &#8211; eben bis Juli 2005. Diesen Posten möchte sie nie wieder übernehmen, auch ihre Fraktionskollegin Carola Lössl hatte nach dem Rücktritt dankend abgelehnt. <P>&#8222;Sie war auch schon einmal Umweltreferentin, sie kennt die Problematik&#8220;, sagt Gaby Reith. Dass keiner der Stadtratskollegen in den Posten drängt, versteht die Grünen-Politikerin: &#8222;Wer will schon ein Amt, in dem man ständig gegen die Verwaltung kämpfen muss.&#8220; <P>Der Umweltschutz sei von jeher ein kritisches Thema. &#8222;Dieser Bereich ist ein Stiefkind. Und weil viele Themen Ansichtssache sind, gibt es schnell Streit.&#8220; Sie könne auch ohne diesen Referentenposten im Naturschutz arbeiten &#8211; &#8222;mit aller Stärke und Freiheit&#8220;. Das Amt des Referenten bringe für dieses Engagement &#8222;null Vorteile&#8220;. Viel Zeit brauche ein Umweltreferent für seine Arbeit, sagt sie &#8211; &#8222;und eigentlich auch die Unterstützung der Verwaltung&#8220;. K gan <P>

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