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„Zu 100 Prozent Feuerwehrler“: August Spohn steigt in den Dienstwagen ein.

August Spohn hört auf

Letzter Einsatz für das Urgestein

Wolfratshausen – Es war eine Feier, die er wohl nie vergessen wird: August Spohn hat vor kurzem seinen 63. Geburtstag gefeiert. Gleichzeitig ist er nach 45 Jahren Dienstzeit von der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.

Seine Kameraden überraschten ihn mit einem „Brand-Einsatz“ in der Autowerkstatt Iszovics und Fuchs und spendierten ihm eine Abschiedsparty, die er wohl nie vergessen wird.

Wie Andreas Spohn, Kommandant der Wolfratshauser Wehr und Sohn von August Spohn, in einer Pressemitteilung schreibt, gab es in den 45 Dienstjahren seines Vaters fast keinen Einsatz ohne ihn. „Auf August Spohn war einfach Verlass, und er stand immer mit Rat und Tat zur Seite.“

Am 11. Juli 1969 wurde August Spohn durch den damaligen Kommandanten Hans Fagner in die Feuerwehr aufgenommen. Im Januar 1976 wurde er zum Oberfeuerwehrmann befördert und bereits ein Jahr später zum Hauptfeuerwehrmann. 1980 ernannte man ihn zum Löschmeister in der Funktion als Gruppenführer, 1998 zum Hauptlöschmeister und 2010 zum Brandmeister. In den Jahren 1992 bis 1998 stand er er seinen Kameraden als stellvertretender Kommandant vor. Er legte alle notwendigen Leistungsprüfungen ab, „wobei besonders hervorzuheben ist, dass er 1995 die erste THL 1-Leistungsprüfung in ganz Bayern absolvierte“, schreibt Sohn Andreas stellvertretend für die gesamte Wolfratshauser Wehr.

Für seinen Einsatz erhielt August Spohn 2005 das deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und 2011 das bayerische Feuerwehrehrenkreuz in Gold. „Alles in allem war er zu 100 Prozent Feuerwehrler, und seine Kameraden werden ihn sehr vermissen.“ Weniger traurig dürften Ehefrau Roswitha und die vier Enkelkinder sein: Mit ihnen wird August Spohn jetzt noch mehr Zeit verbringen können. (red)

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