Michel Amato vor seiner neuen Location: Im Schützenheim der königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft Wolfratshausen wird es künftig Live-Musik, Lesungen und Kabarettabende geben. Foto: Sabine Hermsdorf

Live-Musik zwischen Schützenscheiben

Wolfratshausen - Michel Amato wird das Schützenheim der königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft Wolfratshausen ab September mit Live-Musik und kulturellen Veranstaltungen neu beleben.

Eines war für Michel Amato immer klar: „Wenn ich etwas passendes finde, werde ich wieder Live-Musik und Kultur anbieten.“ Zwar betreibt er schon seit September 2012 die Caféteria in der Kreisklinik, in der auch hin und wieder kleine Akustik-(Lausch-)Konzerte veranstaltet werden, „doch eine richtige Veranstaltungslocation ist das natürlich nicht“, gibt der Deutsch-Italiener zu.

Angebote hatte Michel Amato viele - seit der Schließung seiner Musikkneipe D'Amato, die er vier Jahre in der Wolfratshauser Innenstadt (Loisachpassage) betrieben hatte. Die Vereinsgaststätte der Feuerschützen an der Geltinger Straße sei für ihn „ideal“. Ein großer Gastraum, ein noch größerer Vereinsraum und eine riesige Sonnenterrasse - „daraus kann man viel machen“, sagt Amato. Ein weiterer Pluspunkt sei der geplante Steg über die Loisach, der Amato zufolge in ein bis zwei Monaten fertiggestellt sein soll und der eine Verbindung in Richtung Loisachbogen schafft.

Für das Schützenheim, das viele Pächterwechsel hinter sich hat und ein Jahr leer stand, hat sich Amato viel vorgenommen: Im Gastraum will er eine kleine mobile Bühne installieren, auf der Newcomer und Künstler, die hierzulande noch nicht so bekannt sind, so genannte Club-Konzerte geben können. Den Charakter des Raumes muss er aber erhalten, weil die Schützengesellschaft laut ihrem Ersten Schützenmeister Helmut Michl darauf besteht, „dass die Scheiben an den Wänden hängenbleiben müssen“. Bei Veranstaltungen sollen diese jedoch durch eine stabile Vorhangwand verdeckt werden. „Die gesamte Inneneinrichtung wird modern - und noch schöner als im D’Amato“, verspricht der Deutsch-Italiener. Die große Sonnenterrasse will er zudem für verschiedene Zwecke nutzen.

Das Schützenheim wird anfangs an drei Tagen in der Woche geöffnet sein. „Wenn es angelaufen ist, werde ich sehen, ob ich das Angebot und die Öffnungszeiten erweitere“, sagt Amato.

Roswitha Diemer

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