Loisach-Radweg: Teurer Lückenschluss

Eurasburg/Penzberg - Die Kosten für den Loisach-Radweg von Maxkron nach Beuerberg steigen massiv. Der Anteil für die rund 1,3 Kilometer auf Penzberger Gebiet verdoppelt sich auf eine Million Euro.

Ein Gutachten ergab, dass der Bau weit aufwändiger wäre als gedacht. Nun will die Stadt abwarten, wie viel Fördergeld es überhaupt gibt. Die neue Kostenschätzung legte Stadtbaumeister Justus Klement dem Bauausschuss vor. Das Gremium hatte vor über einem Jahr die Radweg-Trasse festgelegt und die Verwaltung mit den Vorarbeiten beauftragt. Damals lag eine grobe Schätzung vor, wonach Penzbergs Anteil knapp über eine halbe Million Euro betragen sollte.

Dies ist nun Makulatur. Laut Stadtbaumeister ergab eine Untersuchung, dass mit „wesentlich schlechteren Bodenverhältnissen gerechnet werden muss“. An Gräben, die der Radweg quert, müssten Brückenfundamente geschaffen werden, deren Pfähle fünf bis zehn Meter in den Boden reichen. Nötig seien ein Bodenaustausch und ein Kalk-Zement-Binder für den lehmigen Boden. Die Kosten samt Grund und Ausgleichsmaßnahmen summieren sich laut Klement somit auf 1,016 Millionen Euro für Penzberg.

Penzberg will nun erst einmal abwarten. Das empfahl Jens Weißflog vom Stadtbauamt. Ihm zufolge ist noch unklar, wie viel staatliches Fördergeld fließen würde. Der Höchstfördersatz beträgt zwar 75 Prozent - in diesem Fall müsste Penzberg rund 250 000 Euro selbst aufbringen. Der Fördersatz hängt laut Weißflog jedoch von der Finanzkraft der Kommune ab. Der Ausschuss einigte sich deshalb darauf, die Antwort auf den Förderantrag abzuwarten. In Eurasburg ist man schon ein Stückchen weiter. Dort hat die Gemeinde die Arbeiten für den Radweg auf ihrer Seite inzwischen ausgeschrieben. (Wolfgang Schörner)

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