Welches hätten’s denn gern? Bei der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst ist der Wolfratshauser Andreas Maier in der Kategorie „Mentalmagie“ angetreten. Auf der Bühne ließ er eine Zuschauerin ein Porträtfoto wählen. Der Magier wusste schon vorher, welches sie nehmen würde.
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Welches hätten’s denn gern? Bei der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst ist der Wolfratshauser Andreas Maier in der Kategorie „Mentalmagie“ angetreten. Auf der Bühne ließ er eine Zuschauerin ein Porträtfoto wählen. Der Magier wusste schon vorher, welches sie nehmen würde.

Magische Momente

Wolfratshausen - Andreas Maier hat ein zauberhaftes Wochenende hinter sich: Der Magier aus Wolfratshausen hat an der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst teilgenommen.

Gedankenexperimente sind Andreas Maiers Spezialgebiet. Der Wolfratshauser ist Magier und Zauberkünstler. Am Wochenende ist der 31-Jährige mit seinem Talent bei der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Sindelfingen (Baden Württemberg) angetreten. 900 Magierkollegen und andere Zuschauer saßen im Publikum. „Das war schon sehr eindrucksvoll“, schwärmt Maier.

Vier Tage lang hat die Meisterschaft gedauert, von Donnerstag bis Sonntag. „Man muss bedenken, dass jede Nummer zehn Minuten dauert plus Umbaupause und anderen Programmpunkten“, erklärt Maier. Der Wolfratshauser selbst war als einer der Ersten dran. „Das fand ich gut, so musste ich nicht lange warten. Und ich konnte die restliche Show genießen.“

Auch wenn Maier seit seinem zwölften Lebensjahr zaubert, war das Lampenfieber kurz vorm Auftritt groß. „Klar ist man da nervös, aber das ist da jeder“, sagt er und schmunzelt. Andreas Maier ist in der Kategorie „Mentalmagie“ angetreten. Neun Sparten waren es insgesamt. Seine war „ganz gut besetzt“, wie Maier selbst sagt. Gegen fünf direkte Konkurrenten musste sich der 31-Jährige mit seiner Nummer behaupten.

Und die sah so aus: Maier bat eine ahnungslose Zuschauerin, sich das Porträtfoto einer ihr unbekannten Person auszusuchen. Die Probandin sollte deren Wohnort und Sternzeichen raten. Mit Erfolg: Ihre Angaben stimmten exakt mit denen überein, die Maier vor der Show in ein Medaillon eingravieren ließ. Dieses war in der Box, die er der Probandin vor dem Trick übergab. Verblüffend.

Bewertet wurden Maier und seine Kollegen von einer sechsköpfigen Jury bestehend aus erfahrenen Magiern und Zauberkünstlern. Dabei hat jeder Juror nach verschiedenen Kriterien Punkte vergeben: Wie sauber wurde gearbeitet? Hat man den Trick gesehen? Wie originell und neu ist der Trick? Und wie hoch ist der künstlerische Wert?

Wie viele Punkte Maier für seine Aufführung bekommen hat, weiß er selbst nicht. Für das Treppchen hat es allerdings nicht gereicht. Nur die drei Erstplatzierten qualifizieren sich für die nächste Weltmeisterschaft. Für den Wolfratshauser kein Grund zum Trübsalblasen. „Alle Nummern waren sehr gut“, sagt er. Den ersten Platz hat ausgerechnet das Magierpaar „Thommy Ten und Amélie“ aus Österreich belegt. „Das fanden einige schon sehr ... interessant“, sagt Maier und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Trotzdem ging bei der Meisterschaft alles mit rechten Dingen zu: Die Gewinner sind Mitglied des „Magischen Zirkels von Deutschland“, der den Wettbewerb alle drei Jahre austrägt. Somit dürfen auch die Kollegen aus dem Nachbarland daran teilnehmen.

Für Andreas Maier hat nun wieder der Berufsalltag als Elektroingenieur begonnen. Mit der Zauberei macht der 31-Jährige aber selbstverständlich auch in Zukunft weiter. „Ich wollte eine gute Darbietung abliefern“, sagt er rückblickend. Und dieses Ziel hat der Wolfratshauser erreicht.

Live erleben

können Sie Andreas Maier das nächste Mal am Freitag, 7. Februar, im Landgasthof Holzwirt in Ascholding.

Alessandro Capasso

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