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Eine Mordsgaudi hatten die Mitglieder der Burschenschaft Münsing-Ost, als sie am Wochenende ihren Maibaum, eine 36 Meter lange Fichte, einholten. 

Maibaum eingeholt

Burschenschaft Münsing-Ost eröffnet Wachhütten-Saison

Bei stürmischem Wetter, aber wenigstens in einer Regenpause, haben die Mitglieder der Burschenschaft Münsing-Ost am Samstagvormittag ihren Maibaum eingeholt.

Münsing – Weit zu transportieren hatten sie ihn nicht. Die Fichte stammt aus einem Wald östlich von Münsing. Gestiftet hat sie die Familie Mair vom Loth-Hof. Über die Hauptstraße, Feldwege und Wiesen wurde der Baum von einem alten Eicher ED 16 Traktor sicher und unversehrt zur Wachhütte am Biberweg gebracht. Am Steuer saß Matthias Reitenhardt, das Kommando über den Zug hatte Oberbursch’ Martin Bartl, musikalisch begleitet wurde die Gaudi von der Musikkapelle Münsing.

Jetzt geht‘s ans Schleifen und Bemalen

Der prächtig gewachsene, 36 Meter lange Baum liegt jetzt im Stadl der Familie Bartl. Von ihrem Bauwagen aus haben die Madln und Burschen das gute Stück immer im Auge. Seit Samstag ist die Wachhütten-Saison eröffnet. Mal passen die Reservisten auf, mal die Frauen und mal die Ehemaligen. „Ein paar weitere Motto-Wachen wird’s auch noch geben“, kündigte Martin Bartl an. Die Wochen bis zum 29. April werden sicher nicht langweilig. Schließlich muss der Stamm auch noch geschliffen und bemalt werden. Es müssen die Tänze für die Maifeier geübt werden und der alte Baum vorm Neuwirt von 2013 muss abgebaut werden. Um den sei es eigentlich jammerschade, sagte Bartl. Er sei kein bisschen morsch oder beschädigt.

Die zwei Münsinger Maibäume sind historisch bedingt

Der Nachfolger wird am Samstag, 29. April, ab 10 Uhr vormittags traditionell mit Scherstangen aufgestellt. Am Montag, 1. Mai, findet ab 13 Uhr die Maifeier mit Tanz um den Baum und anschließendem Beisammensein im Stadl am Biberweg statt. Dass Münsing zwei Maibäume hat – einen beim Neuwirt und einen beim Altwirt – ist historisch bedingt. Der Ort besteht schon seit jeher aus zwei Teilen, dem Osten („Ouschn“) und dem Westen („Weschn“). So haben sich innerhalb des Burschenvereins Münsing zwei unabhängige Burschenschaften gebildet, die abwechselnd alle vier Jahre ihren eigenen Maibaum aufstellen. 

Von Tanja Lühr

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