Mammutaufgabe Badehaus

Wolfratshausen - Das vergangene Jahr war turbulent für die Mitglieder des Historischen Vereins. Und auch 2012 wird arbeitsintensiv werden.

Der Kampf um das alte Krankenhaus, um den Kolpingplatz in Waldram und gegen ein Stadtarchiv am Loisachufer - die Liste der Kriegsschauplätze ist lang.

Obwohl es Hoffnung für den Erhalt des Ensembles am Kolpingplatz gibt, ist das Projekt noch nicht in trockenen Tüchern. „Nur in feuchten“, erklärte die Vorsitzende Sybille Krafft während der Jahresversammlung des Historischen Vereins im evangelischen Pfarrheim. So habe die Stadt zwar einen wesentlichen Zuschuss zu den Sanierungskosten des jüdischen Badehauses versprochen, doch müsse darüber erst ein Beschluss gefasst werden. Auch die Höhe der Summe sei noch nicht festgelegt.

Trotz offener Fragen beschlossen die rund 40 anwesenden Mitglieder, dass der Historische Verein sowie die Siedlungsgemeinschaft Waldram und andere interessierte Vereine einen Förderverein zum Erhalt und Unterhalt des jüdischen Badehauses gründen sollen. „Wir haben es abgelehnt, dass der Historische Verein allein die Verantwortung für das Badehaus übernimmt - das gibt unsere Satzung nicht her und ohne Unterstützung können wir diese Aufgabe auch nicht stemmen“, sagte Krafft und erklärte, dass der Förderverein die Finanzierung des Projekts sicher stellen würde. Die Geldmittel für die laufenden Kosten aufzubringen sei eine „Mammutaufgabe“.

Für die geplante Dokumentationsstätte würde indes nicht die gesamte Fläche des rund 600 Quadratmeter großen Badehauses benötigt, so dass man es „mit einer verträglichen Nutzung teilen“ könnte. Eine „sinnvolle Kombination“ wäre laut Krafft die mit dem Stadtarchiv. „Wenn man das Gedächtnis der Stadt dort verankern könnte, würde das den Ortsteil unglaublich aufwerten.“ Wolfgang Saal, Vorsitzender der Siedlungsgemeinschaft Waldram, dankte dem Historischen Verein für die gute Zusammenarbeit. „Allein hätten wir das alles nicht erreicht.“

(njd)

Auch interessant

Kommentare