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Voll reinhängen wollen sich Ondrej Horvath (li.) und die Geretsrieder River Rats nach dem verkorksten Auftakt in der Bayernliga-Abstiegsrunde. An diesem Freitag kommt der ESC Haßfurt ins Heinz-Schneider-Eisstadion. 

Eishockey

„Die Mannschaft weiß, dass sie liefern muss“

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Bei den ersten Trainingseinheiten in dieser Woche hat der neue Trainer Sebastian Wanner bei den Geretsrieder River Rats eine positive Einstellung ausgemacht. Im Freitags-Heimspiel gegen den ESC Haßfurt will die Mannschaft neu durchstarten in der Bayernliga-Abstiegsrunde.

Geretsried – Das traditionelle Sommertheater im deutschen Eishockey, wenn es um Lizenzvergaben, Ligeneinteilungen oder sonstige Regularien geht, findet heuer bereits während der Saison statt. So weigert sich der ESC Haßfurt – an diesem Freitag um 19.30 Uhr zu Gast im Geretsrieder Heinz-Schneider-Eisstadion – weiterhin beharrlich, die Selbstbeschränkung der übrigen bayerischen Vereine auf zwei Kontingentspieler anzuerkennen.

Bereits während der Landesliga-Vorrunde setzten die Unterfranken ihre drei Tschechen Daniel Hora, David Franek und Jakub Sramek sowie den Slowaken Michal Babkovic ein, erreichten aber nur den dritten Platz hinter Amberg und Pfaffenhofen. Für die ersten beiden Partien in der Bayernliga-Verzahnungsgruppe C hat der Bayerische Eissportverband jetzt ein Zeichen gesetzt: Die Partien der Haßfurter gegen Schongau (5:4) und in Kempten (10:7) wurden jeweils mit 0:5 gegen die Hawks gewertet.

Für die Pläne von Sebastian Wanner spielt dieses ganze Hickhack keine große Rolle. „Das ist uns egal, was da im Hintergrund passiert. Die werden sicher mit dem kompletten Kader hier antreten, aber wir werden diese Angelegenheit auf sportlichem Wege lösen“, sagt der neue Geretsrieder Coach. Der Nachfolger des am Samstag entlassenen Ludwig Andrä (wir berichteten) hat in dieser Woche drei Einheiten mit der Mannschaft absolviert und war sehr zufrieden: „Alle haben sich voll reingehängt.“ Insbesondere am Dienstag sei es ordentlich zur Sache gegangen: „Da mussten die Jungs viel laufen, denn erstens wollte ich sehen, wie es mit der Fitness aussieht. Und zweitens will ich, dass wir in den Spielen unser Tempo erhöhen.“ Außerdem habe er bereits das Gespräch mit einer Reihe von Spielern gesucht, die übrigen kommen in den nächsten Tagen dran. „Die Einstellung ist positiv“, hat der 41-Jährige festgestellt und ergänzt: „Und die Mannschaft weiß, dass sie jetzt liefern muss.“

Bei seinen Recherchen über den heutigen Gegner hat Wanner festgestellt, dass die Haßfurter Stärken insbesondere in der Offensive liegen. In der Defensive sei der Gegner verwundbar. „Wir müssen vor allem Fehler in der Vorwärtsbewegung und unnötige Strafzeiten vermeiden“, betont der ESC-Coach. „Es werden Kleinigkeiten sein, die dieses Match entscheiden werden.“

Unter anderem die Besetzung der Geretsrieder Defensive, denn neben Hans Tauber (Handgelenk) und Allrounder Luis Rizzo (Knie) fällt auch weiterhin Routinier Andi Dornbach krankheitsbedingt aus. Dafür steht die Rückkehr von Dominic Fuchs im Raum. Und Neuzugang Ondrej Stava hatte in den vergangenen Tagen die Gelegenheit, sich besser mit dem Team vertraut zu machen. „Er ist sehr gut aufgenommen worden. Und er kann uns helfen, hat eine gute Ausbildung, einen guten Schuss und eine überragende Schlittschuhtechnik“, sagt Wanner über den 23-Jährigen.

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