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Gibt es in Sachen Stadtmanager für Wolfratshausen eine neue Lösung? 

Marketinggesellschaft scheint vom Tisch

Stadtmanager: Gibt es eine neue Lösung?

Wie es aussieht, wird der Posten des Stadtmanagers für Wolfratshausen nun doch als interne Stelle ausgeschrieben. Vor etwa einem Jahr stimmte eine Mehrheit des Stadtrates noch gegen diese Lösung. Die meisten Gremiumsmitglieder forcierten eine Stadtmarketing GmbH – aus diesen Plänen wird jedoch voraussichtlich nichts.

Wolfratshausen – Die Stadt und einige Vereine sollten nach der Mehrheit des Rates gemeinsame Sache machen. Der Citymanager sollte für die eigens zu gründende Stadtmarketing GmbH arbeiten, die neben Vertretern der Kommune aus Mitgliedern des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW), der Unternehmervereinigung (UWW) und dem Werbekreis bestehen sollte.

Nach Stadtratsbeschluss regten sich Zweifel

Nach dem Stadtratsbeschluss regten sich jedoch Zweifel: Die LAW musste ihre Teilhabe absagen, denn der Verein ist als gemeinnützig eingestuft. Die Unternehmervereinigung Wolfratshausen konnte sich auch nicht auf eine Beteiligung einigen. Für Werbekreis-Chefin Ingrid Schnaller stand daraufhin fest: „Ein Konstrukt nur aus Stadt und Werbekreis macht für unseren Vorstand keinen Sinn.“ Zwar sei die geplante GmbH noch immer ihre „Wunschlösung, aber nicht unter diesen Voraussetzungen“.

Heilinglechner: „Wir haben uns für eine interne Lösung ausgesprochen“

Bürgermeister Klaus Heilinglechner erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung: „In der jüngsten Sitzung der Lenkungsgruppe (ihr gehören die Stadt und die genannten Vereine an, Anm. d Red.) haben wir uns für eine interne Lösung ausgesprochen.“ Am Dienstagabend berät der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats deshalb darüber, ob der Beschluss vom Februar im vergangenen Jahr aufgehoben werden soll. Damals hatte sich noch eine Mehrheit des Gremiums für die externe Variante – sprich: die Gründung einer GmbH – entschieden. Laut dem Bürgermeister hat die interne Lösung jedoch einige Vorteile: „Wenn der Citymanager als Angestellter der Stadt im Rathaus arbeitet, kommt er besser an Informationen, der Austausch ist intensiver.“ Würde er als Vertreter der Stadtmarketing GmbH Anfragen stellen, könnten datenschutzrechtliche Belange dagegen sprechen, dass er an die gewünschten Informationen gelangt. Bei einem Rathausmitarbeiter wäre das anders.

Forster war von Anfang an Fürsprecher der internen Lösung

Das bestätigt auch der Wirtschaftsreferent des Stadtrates, Helmut Forster. Der ehemalige Bürgermeister war von Anfang an ein Fürsprecher der internen Lösung. Daran hat sich nichts geändert: „Die Diskussion hat doch gezeigt, dass das die einzige umsetzbare Variante ist. Anders geht’s nicht.“ Ein Stadt-Angestellter hätte einfach andere, bessere Möglichkeiten als ein Externer.

Lenkungsgruppe soll beibehalten werden

Dass ein Stadtmanager benötigt wird, das versichert der Rathauschef, „ist weiterhin unisono die Meinung der Lenkungsgruppe“. Die Vereine, die an der GmbH hätten mitwirken sollen, werden weiterhin in die Prozesse integriert. „Wir wollen die Lenkungsgruppe beibehalten“, sagt Heilinglechner. Dadurch sei ein ständiger Austausch zwischen Vereinen, Stadt und Stadtmanager möglich.

Von Dominik Stallein

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