Führt ein trolliges Doppelleben: Der gebürtige Wolfratshauser Matthias Brandstäter begeistert Mädchen und Buben als „Wurliz“. Foto: xb
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Führt ein trolliges Doppelleben: Der gebürtige Wolfratshauser Matthias Brandstäter begeistert Mädchen und Buben als „Wurliz“.

Puppentheater-Festival 

Matthias Brandstätter und „Wurliz“ im Interview

Dietramszell/Hausham – Eine der Attraktionen beim Dietramszeller „Larifari“-Festival (11./12. Oktober) ist auch heuer wieder „Wurliz, der kleine Troll“. Ein Interview mit Matthias Brandstäter.

Diesmal kommt er mit einer Live-Band auf den Jasberg, um sein junges Publikum am Sonntag, 12. Oktober, ab 14 Uhr in seinen Bann zu ziehen. Hinter der skurrilen Figur, die seit vielen Jahren Mädchen und Buben im Kindergarten- und Grundschulalter in eine naturnahe Traumwelt entführt, verbirgt sich der gebürtige Wolfratshauser Matthias Brandstäter. Mit zehn Jahren kam der heute 48-jährige „Hias“ nach Bairawies und lebt nun seit 17 Jahren in Hausham. Unser Mitarbeiter Max Bachmair traf ihn und den „Wurliz“ zum Interview.

Hallo Wurliz, wie hat es Dir denn bei Deinem ersten „Larifari“-Auftritt auf dem Jasberg vor zwei Jahren gefallen?

Ja, also gaaaanz gut! Vor allem das Kuchenbüfett der Bäuerinnen. Das war fast so gut wie der Ameisen-Auflauf in meiner Höhle. Außerdem: Der Jasberg ist ein wirklich schöner Ort mit viel Freiheit, wie ein Troll es mag.

Und was wünscht Du Dir heuer von den Festival-Besuchern?

Dass recht viele mit recht viel guter Laune kommen und dass alle mitsingen. Und von der Wetterhexe wünsche ich mir, dass sie Sonne statt Regen mitbringt. Weil es unter einem Zeltdach zwar trocken, aber nicht so lustig ist.

Herr Brandstäter, Sie haben Jahrzehnte in Bairawies verbracht, sind also quasi ein Dietramszeller. Da ist ein Auftritt am Jasberg wohl fast ein Heimspiel? 

Ja, ein bisschen schon. Da hat sich mancher Papa oder manche Oma wohl gefragt: Woher kenn’ ich den bloß? Natürlich trifft man dort viele Bekannte aus der Jugend. Und ich erinnere mich an die vertraute Landschaft und die Umgebung, die mich geprägt hat. Aber inzwischen bin ich im Oberland überall daheim, wo Kinder mich kennen und mögen.

Wie wird man eigentlich zum Troll?

Sagengestalten wie Waldgeister und andere Naturwesen haben mich von klein auf fasziniert. Über das Musikkabarett (unter anderem zusammen mit dem heutigen Geretsrieder Stadtrat Volker Witte) kam ich dann zum ersten eigenen Kinderprogramm mit einem „Lied vom Troll“. Damit war die Figur geboren.

Und wie kam es zum Namen „Wurliz“?

Nun ja, der Troll brauchte halt einen Namen, der urig und witzig sein sollte, „wurlizig“ eben.

Vom Gaudimachen und Rumhüpfen allein kann man wohl nicht leben. Wie verdienen Sie Ihren Unterhalt?

Also, ich bin ja nur Teilzeit-Troll, die andere Hälfte meiner Arbeitszeit verbringe ich seit etwa zehn Jahren als Kunsterzieher am Miesbacher Gymnasium.

Wissen Ihre Schüler von Ihrem Doppelleben? Und wenn ja, wie reagieren sie darauf?

Natürlich wissen die das. Manche von denen haben mich schon im Kindergarten als „Wurliz“ erlebt. Für die bin ich dann nicht selten der „Herr Wurliz“. Tatsächlich beleben meine beiden Tätigkeiten sich gegenseitig: der „Wurliz“ lernt von den Schülern, und die Schüler erhalten Anregungen für neue Sichtweisen. Das finde ich immer wieder toll.

Und Du, Wurliz, was findest Du toll?

Das Dietramszeller Larifari. Ich finde es toll, dass es das gibt und dass ich da wieder dabei sein kann bei dem wurlizigen Spektakel.

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