Mediterana: Erste Halbzeit ist geschafft

- Geretsried – Die erste Halbzeit im Genehmigungsverfahren für das Mediterana ist geschafft: Bei nur einer Gegenstimme (Volker Witte, Grüne) schloss der Stadtrat gestern Abend die Abwägung der während der öffentlichen Darlegung geäußerten Bedenken gegen das Wellnessbad ab. Diskutiert wurden in der Sitzung noch einmal die Frage der Zersiedelung, die Wasserver- und -entsorgung sowie die Verkehrserschließung. Hier bleibt es bei der Zufahrt durch die Buchberger Unterführung. Sobald die Pläne überarbeitet sind, werden sie ein zweites Mal öffentlich ausgelegt – allerdings erst, wenn der Durchführungsvertrag zwischen dem Investor und der Stadt unterschriftsreif vorliegt.

von Sabine Schörner <P>Wie Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl (CSU) in der Sitzung sagte, seien die Eckpunkte vorbesprochen. &#8222;Wir haben den Investor darauf hingewiesen, sich hurtig mit dem Vertragswerk zu befassen, damit es zügig mit dem Bebauungsplanverfahren weitergehen kann.&#8220; Das Vertragswerk regelt die Verpflichtungen beider Seiten, darunter die Übernahme der Erschließungskosten durch den Investor. Sobald das Werk unterschriftsreif vorliegt, wird der Stadtrat den Beschluss für die zweite Auslegung fassen &#8211; notfalls auch in einer Sondersitzung. <P>In der gestrigen Sitzung wurde vor allem über die Zufahrt diskutiert &#8211; allerdings weniger über das Anwesen Buchberg 5, das dafür eventuell abgerissen werden muss (wir berichteten). &#8222;Das ist eine Frage, die der Investor mit der Eigentümern zu klären hat&#8220;, sagte Meinl. Sollte sich allerdings eine Straßenführung finden, bei der das Haus stehen bleiben kann, sei man gerne bereit, dieser geänderten Planung zuzustimmen. <P>Für den Stadtrat ging es gestern nur um die Frage, ob die Zufahrt durch die Buchberger Unterführung genehmigungsfähig ist. Mit einer Regelung, bei der der Gegenverkehr halten muss, hat sich laut Bauamtsleiter Jochen Sternkopf inzwischen auch die Polizei einverstanden erklärt, &#8222;wenn es ,idiotensicher&#8216; beschildert wird&#8220;. Auch das Straßenbauamt Weilheim hat gegen die Verkehrserschließung keine Einwände, hält sie aber nicht für die beste Lösung. <P>Die beste Lösung aus Sicht der Agenda und des ADFC wäre eine Einbahnregelung: Zufahrt über die Lindenallee und Abfahrt über den ausgebauten Feldweg zur B 11-Anschlussstelle Geretsried-Nord. Das wäre laut der Planer des Mediterana aber mit &#8222;erheblichen Mehrkosten&#8220; verbunden, unter anderem müsste für die künftige S-Bahn-Trasse ein zweites Brückenbauwerk vorfinanziert werden. Der Stadtrat beließ es bei der Zufahrt durch die Unterführung. Die Verkehrsregelung wird im Durchführungsvertrag geklärt (Bericht folgt). <P>

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