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Der frisch gewählte Vorstand des Iruma-Vereins: (v. li.) Kassenprüferin Irmgard Meier, Vize-Vorsitzender Ludwig Gollwitzer, die Beisitzerinnen Claudia Drexl und Gisela Moutschka, Vorsitzende Dietlind Diepen, Schriftführerin Regina Stümpges und Schatzmeisterin Karin Loll.

Weißbier und Japan-Flagge

Mehr junge Gesichter im Wolfratshausen-Iruma-Verein

Wolfratshausen – Der Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen hat neu gewählt. Vorstand Dietlind Diepen wünscht sich mehr jugendliches Interesse.

Die Kellnerin stellt das Weißbier unter einer kleinen Japan-Flagge ab. Es ist unschwer zu erkennen, dass die 20 Anwesenden am Dienstagabend im Wirtshaus Flößerei eine bayerisch-japanische Freundschaft pflegen. Die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Partnerschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen trafen sich zur Jahresversammlung mit Neuwahlen. Dietlind Diepen, alte und neue Vorsitzende, wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt.

„Ich wurde von mehreren Seiten gebeten, erneut zu kandidieren. Da ich unendlich viel freie Zeit zur Verfügung habe, habe ich zugesagt“, sagte Diepen unter dem Lachen der Mitglieder. Als Stellvertreter wurde Ludwig Gollwitzer gewählt. Sein Vorgänger Hans Reiser trat aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder zur Wahl an. „Wir alle wünschen unserem Freund alles Gute“, sagte Diepen.

Die Mitglieder zeigten sich auch mit dem restlichen Vorstand zufrieden: Karin Loll bleibt Schatzmeisterin, Regina Stümpges Schriftführerin. Als Beisitzer wurden Gisela Moutschka und Claudia Drexl gewählt. „Mit Claudia bekommt unser Vorstand ein neues, junges Gesicht“, freute sich Diepen über den Zuwachs. Die 27-Jährige ist Stadträtin der CSU und seit 2011 im Iruma-Verein engagiert. Sie soll dazu beitragen, „den Verein für junge Leute wieder attraktiver zu machen“, sagte Diepen. Schließlich sei ein Schwund an jugendlicher Unterstützung und Interesse bemerkbar. „Bei unserem Jugendaustausch sind zum Beispiel noch drei Plätze frei“, berichtete die Vorsitzende. Neben dem Stress in Schule oder Studium führte sie die enorm hohen Flugkosten nach Japan als mögliches Hindernis für junge Interessierte an. „Ich suche zwar nach Zuschüssen, aber die gibt es fast nur für Flüge im europäischen Raum.“ Die Hoffnung gibt Diepen deshalb aber nicht auf: „Ich suche weiter.“

Mit der Arbeit des vergangenen Jahres ist sie zufrieden. „Vor allem die Stunden im japanischen Garten haben großen Spaß gemacht.“ Die Instandhaltung des Gartens am Johannisplatz, ein Geschenk der Stadt Iruma, ist eine der Kernaufgaben des Vereins. Das sei zwar zeitaufwändig, aber „es ist immer schön, seine Zeit in dieser wunderbaren Umgebung zu verbringen“, schwärmte Diepen.

Die Arbeit trägt offenbar Früchte, denn die japanischen Gäste seien immer wieder beeindruckt und machten viele Komplimente für den Garten, erzählte sie. Das sei viel wert, schließlich soll der Wolfratshauser Garten seinem japanischem Vorbild möglichst ähnlich sein.  Dominik Stallein

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