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Eine ist zu wenig: Münsings Turnhalle, hier belegt von den Judokas des JV Ammerland-Münsing, platzt aus allen Nähten. Der SV Münsing-Ammerland wünscht sich den Bau einer zweiten Halle am Sportgelände. 

Mehr Platz für Jugendarbeit

Zweite Turnhalle: Gemeinderat macht erste Schritte

Der Gemeinderat steht dem Bau einer zweiten Turnhalle in der Gemeinde grundsätzlich positiv gegenüber. Ein Beschluss wurde jedoch noch nicht gefasst.

Münsing –  Die Gemeinde sei bereit, mit dem Sportverein Münsing-Ammerland (SVM), der einen entsprechenden Antrag gestellt hat, an dem Thema zu arbeiten, formulierte Bürgermeister Michael Grasl am Ende der Diskussion fürs Protokoll. Ein Beschluss wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstag nicht gefasst. Ein erster Schritt in Richtung Turnhalle ist bereits getan. Wie Grasl berichtete, hat die Gemeinde ein Fachbüro beauftragt, die Grundwasserverhältnisse im Bereich des SVM zu untersuchen. Die neue Halle soll an Stelle des Hartplatzes hinter dem Parkplatz entstehen. Da der sumpfige Boden in dem Gebiet problematisch ist und es nach starken Regenfällen bereits zu Überschwemmungen kam, muss erst geklärt werden, ob ein Neubau überhaupt möglich ist. Außer der Entwässerung gilt es, zahlreiche weitere Fragen, zum Beispiel in Bezug auf Fördermittel und Größe der Halle, im Vorfeld zu beantworten. Auch ist an eine Mehrfachnutzung der neuen Halle gedacht, was wiederum Auswirkungen auf den Bau eines Gemeindesaals im künftigen Pallaufhof hat. Der Gemeinderat will sich in den kommenden Wochen und Monaten einige Gemeindesäle anschauen. An die Besichtigung anderer Turnhallen denkt er ebenfalls. „Erst danach können wir mit einer gewissen Verbindlichkeit über Zeitperspektiven reden“, sagte Grasl.

Bau einer Sporthalle auf „Priorität 3“

In seiner Klausur im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat den Bau einer Sporthalle unter „Priorität 3“ gelistet. Das bedeutet, er könnte langfristig und nicht zwingend in der jetzigen Legislaturperiode realisiert werden. Helge Strauß (CSU) regte an, einen neutralen Fachmann mit der Begutachtung sämtlicher Liegenschaften der Gemeinde zu beauftragen. Er soll ein Konzept erstellen, welche Gebäude sich für Senioren- und Kinderbetreuung, welche für Kultur und welche für Sportarten wie Gymnastik oder Judo eignen könnten. „Wir machen sonst ein Fass nach dem anderen auf“, warnte Strauß. Sozialreferentin Regina Reitenhardt (Wählergruppe Münsing) meinte, ein „Haus des Kindes“ habe im Moment Vorrang vor einer Turnhalle. Christine Mair (Gruppe Münsing) bat darum, das Projekt nicht auf die lange Bank zu schieben: „Der SV Münsing leistet sehr gute Jugendarbeit.“ Sie sei in Gefahr, wenn dem Verein nicht bald mehr Platz zur Verfügung stehe. Ursula Scriba (Bürgerliste) und Professor Matthias Richter-Turtur (Liste Ammerland) warben für eine gründliche Planung in enger Zusammenarbeit mit dem SVM.

SVM-Chef sorgt sich um die Zukunft des größten Vereins der Gemeinde

Die Vorstandschaft des Vereins beklagte wie berichtet, dass den derzeit über 900 Mitgliedern, davon rund 230 Kindern und Jugendlichen, nicht genügend Hallentrainingszeiten zur Verfügung stehen. Fußball im Winter kann der Klub nur in begrenztem Umfang anbieten, Trendsportarten wie Handball und Basketball sind in der Grundschulturnhalle überhaupt nicht möglich. SVM-Chef Josef Leis schreibt in dem Antrag, er sorge sich um die Zukunft des größten Vereins in der Gemeinde.

Von Tanja Lühr

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