+
Exzentrischer Paradiesvogel und Überbringer friedlicher Botschaften: Der Musiker „Meinhard“ hat sich auf seiner neuen CD der Alchemie verschrieben.

Album erscheint zu Halloween

Meinhard: Mystiker und Wandler zwischen den Welten

München/Geretsried – Musikalischer Tausendsassa? Exzentrischer Paradiesvogel mit überbordenden Klangfantasien? Der Musiker „Meinhard“ ist aber vor allem ein echter Singer-/Songwriter.

Seine Musik ist eine Verbindung aus Folk- und Mittelalter-Musik, New Wave, Gothic Rock, Prog, Gipsy-Swing, Synthie-Pop, barocken und neoklassischen Spielereien, getrieben von einer unbändigen kreativen Spinnerei. Auf seiner neuen CD „Alchemusic 1 – Solve“, die pünktlich zu Halloween, 31. Oktober, erscheint, nimmt er seine Hörer mit auf eine alchemusikalische Reise und lässt die „Grundsätze der klassischen Alchemie musikalisch lebendig werden“. Er verpackt sie in ein atmosphärisch-tiefgründiges Epos, das stilistisch keine Grenzen kennt.

Der Wahlmünchner mit Geretsrieder Wurzeln ist auf dem CD-Cover mit einem ungewöhnlich-aufwändigen Kopfschmuck abgebildet. „Dieser spielt auf die Figur des Baphomet an“, sagt er und erklärt, dass es sich dabei um das Sinnbild der Alchemie handelt. „Dieses vereint Teufel, Engel, Buddha, Pan und das Feuer der Erkenntnis.“ Es geht bei „Meinhard“, der seinen bürgerlichen Namen ebenso wenig preisgeben will wie sein Alter, um „Solve et coagula“ (löse und verbinde), einer Schlüsselformel der Alchemie. Warum er so ist, wie er ist, nämlich ein „Mystiker und Wandler zwischen den Welten“? „Ich habe die Nostalgie im Blut, und diese mit dem Modernen zu verbinden, liebe ich“, sagt er. In der Figur „Meinhard“ könne er dies alles verkörpern. Schon immer wollte er darstellen, kreieren, schöpfen – und er lebt ganz und gar mit und in der Welt der Mystik. „Das Mystische ist ein Teil von mir, es beschäftigt mich und fasziniert mich gleichermaßen“, sagt der sympathische junge Mann, der sich aber eigentlich nicht als Gothic-Musiker sieht. Obwohl er zugibt, das Gothic-Publikum zu mögen. „Die Leute sind sehr höflich, freundlich und anständig und faszinieren mit ihrer Gewandung.“

Mit seinem exzentrischen Stil will „Meinhard“ natürlich auch provozieren, „aber auf keinen Fall geschmacklos sein“. Statt gängiger Rockstar-Idole ist eines seiner Vorbilder – wer hätte das gedacht – der für ihn „viel Nonchalance ausstrahlende“ Vicco von Bülow alias Loriot.

Mit Geretsried verbindet „Meinhard“ vor allem die über zehnjährige Freundschaft zu Erik Damköhler, dem Keyboarder und Gitarristen der Formation „A Life Divided“. Die bisherigen Alben von „Meinhard“ wurden allesamt im Studio der Geretsrieder Band produziert. „Ich kann dabei aus einem reichen Zutatenschatz schöpfen, der aus akustischen Gitarren, Trompeten, Streichern und Cembalo, vermengt mit E-Gitarren, Drum-Loops, Synthesizern und digitalem Wahnsinn besteht.“

War „Meinhards“ Debüt-Album „Beyond Wonderland“ noch angelehnt an den verspielten, märchenhaften Literaturklassiker „Alice im Wunderland“ hat er sich auf „Solve“ nichts Geringeres vorgenommen, als das „letzte große Rätsel der Menschheit zu lösen und den musikalischen Stein des Weisen zu synthetisieren“. Aus der Verbindung von vermeintlichen Gegensätzen entsteht ein Sog, der die Hörer gefangen nimmt. Zudem steckt hinter jedem seiner Songs, die er je nach dem mal auf Englisch, mal auf Deutsch singt, eine Botschaft. „Es ist wichtig, seine eigenen Identität wahrzunehmen, aber Grenzen zu überschreiten“, sagt er. Dass neben all dem auch ein „kleiner Prinz“ in „Meinhard“ steckt, beweist der Musiker mit der Aussage: „Die Leute sollten lernen, mehr mit dem Herzen zu sehen.“ Roswitha Diemer

Info

„Meinhards“ neues Album „Alchemusic 1 – Solve“ erscheint zu Halloween (31. Oktober) beim Berliner Plattenlabel Out of Line Music (www.outofline.de). Nächster Konzerttermin von „Meinhard“ ist der 25. März 2015 im Spectaculum Mundi in München-Fürstenried.

Auch interessant

Kommentare