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Edmund Stoiber, Ex-Ministerpräsident und Ehrenbürger der Stadt Wolfratshausen, mit seiner Frau Karin bei der 1000-Jahr-Feier in Wolfratshausen im Jahr 2016. 

Messingplakette vor der Loisachhalle 

Stoiber bekommt einen Platz auf dem „Walk of Fame“

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Das berühmte Vorbild findet sich in Los Angeles: Auf dem „Walk of Fame“ sind mehr als 2500 Sterne in den Gehweg eingelassen, mit denen Prominente – vor allem Schauspieler – geehrt werden. Aber auch in Wolfratshausen gibt es einen „Walk of Fame“. Der wird jetzt um eine Plakette erweitert.

Wolfratshausen – Auf Initiative von Hans-Werner Kuhlmann, Vorsitzender des Vereins „Lebendige Altstadt Wolfratshausen“ (LAW), und Alfred Fraas, Kulturreferent des Stadtrates, findet sich seit 2013 dieser Ruhmesweg auch in Wolfratshausen. Konkret: vor der Loisachhalle.Zwei Plaketten sind bislang in den Boden eingelassen worden: Die erste hatte sich die Künstlerin Katharina Rüthi verdient, die mit der längsten Filzschnur aller Zeiten einen Guiness-Weltrekord in ihre Heimatstadt holte. Plakette Nummer zwei gebührte dem Wolfratshauser Kinderchor unter der Leitung von Yoshihisa Kinoshita. Nun hat die Jury, bestehend aus Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Kulturreferent Fraas und dem LAW-Vorstand, einstimmig entschieden: Bayerns Ex-Ministerpräsident, Wolfratshausens Ehrenbürger Edmund Stoiber, bekommt einen Platz auf dem regionalen „Walk of Fame“.

Jury: Stoiber „war und ist ein Vollblutpolitiker, wie es nur wenige gibt“

„Edmund Stoiber ist der bekannteste Werbeträger der Stadt. Er war und ist ein Vollblutpolitiker, wie es nur wenige gibt“, begründet die Jury ihr Votum. Und weiter: „Er war mit Enthusiasmus und ungebremstem Engagement bayerischer Politiker, Bundespolitiker und Europapolitiker – und er war 14 Jahre lang bayerischer Ministerpräsident.“ Bürgermeister Heilinglechner, Fraas und LAW-Vorsitzender Kuhlmann erinnern in diesem Zusammenhang an den 11. Januar 2002. An diesem Tag fiel die Entscheidung, dass Stoiber für die CDU/CSU als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl ziehen wird. Die sogenannte K-Frage wurde in der Flößerstadt beantwortet – in einem persönlichen Gespräch zwischen CDU-Chefin Angela Merkel und Stoiber in dessen Haus an der Gartenstraße. Das Treffen ging als „Wolfratshauser Frühstück“ in die Geschichte ein. „Dieser Terminus ist nicht nur in Deutschland und Europa zum Synonym für Wolfratshausen geworden“, urteilt die „Walk-of-Fame“-Jury. Stoiber erfülle somit die für die Verleihung aufgestellten Kriterien „in überdurchschnittlicher Weise“.

Öffentliche Enthüllung im Herbst 2017

Die öffentliche Enthüllung der Ehrenplakette wird „in würdiger Form“ im Herbst dieses Jahres vor der Loisachhalle stattfinden, kündigt LAW-Sprecherin Sabrina Sprenger an. Allerdings findet Stoiber wie Rüthi und der Kinderchor dort nur eine vorläufige Bleibe. Sollte das Westufer der Loisach – wie es die LAW seit Jahren hartnäckig fordert – neu gestaltet sein, werden die Messingplaketten dorthin umziehen.

„Walk of Fame“

Vorschläge für weitere Ehrungen nimmt die LAW per E-Mail (info@law-wor.de) entgegen.

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