Minus für Plus

- Icking – Die Posse um den Bau eines Plusmarkts in Icking hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. In der Montagssitzung scheiterte auch die vierte Voranfrage zur Errichtung eines Supermarkts. Trotz einer hitzigen Debatte, zahlreicher Anträge und Plädoyers einzelner Räte blieb das Gremium gespalten. Mit 7 zu 9 Stimmen wurde auch dieses Vorhaben aufgrund seiner Größe und aus ortsplanerischen Gründen abgelehnt.

Von Yvonne Zuber <P>&#8222;Ich möchte mit dem heutigen Tag die Thematik Plus beenden&#8220;, stellte Bürgermeister Hubert Guggenmos eingangs klar. Er schlug vor, zusammen mit der Voranfrage des Architekturbüros Seemayer, den zurückgezogenen Antrag der Firma &#8222;Konzeptbau&#8220;, zu behandeln, &#8222;um die Sache so endgültig zu beenden&#8220;. &#8222;Wir sollten nicht zum Spielball von Bauträgern werden&#8220;, argumentierte er. Ein Plusmarkt am Ortseingang würde die &#8222;Zentrumsbildung&#8220; schwächen. Der Mietvertrag des Marktes laufe noch bis November 2007. Sollte der Markt kündigen, bliebe noch genügend Zeit einen Nachfolger zu finden. Der Antrag wurde abgelehnt. <P>Martina Mayer-Voigt forderte in einer zweiseitigen Erklärung die &#8222;ersatzlose Streichung&#8220; der Anfrage, was auch abgelehnt wurde. Mayer-Voigt betonte, dass die Entscheidung im Gemeinderat in Sachen Lebensmittelversorgung bereits gefällt worden sei. Diese solle am alten Standort gesichert werden. &#8222;Wir fangen immer wieder von vorne an, ich finde das peinlich.&#8220; Zudem vermutete sie, dass bei der neuen Anfrage &#8222;privatwirtschaftliche Interessen auf dem Rücken der Allgemeinheit durchgesetzt würden&#8220;. Sie kritisierte, dass der Rathauschef den Standort gegenüber dem Bauhof bei Beratungen mit der Firma Konzeptbau selbst vorgeschlagen habe, um ihn später abzulehnen. <P>&#8222;Was wollen wir mehr, jetzt wo die Bauträger machen was wir wollen&#8220;, fragte Josef Mock. Jetzt könne man sich den besten Vorschlag aussuchen. &#8222;Wenn wir nicht zustimmen, ist der Zug abgefahren.&#8220; Während einige Räte vor der Ansiedlung von weiterem Gewerbe warnten, sollte Plus gebaut werden, wiesen andere darauf hin, dass in Icking das Kleingewerbe immer mehr abbaue und lobten das Gewerbegebiet Münsing. Kritisiert wurde, dass die Gemeinde zur Außenbereichsbebauung nicht klar Stellung beziehe. Sorgen machten einigen die Erschließungskosten, bei einem Neubau. Einen Bürgerentscheid für klare Verhältnisse regte Dr. Gerhard Rupprecht an. <P>Dr. Lorenz Walch stellte den Antrag, die Debatte zu beenden, aber erst nach eineinhalb Stunden wurde die Voranfrage mit knapper Mehrheit abgelehnt. <P>

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