Motor fürs Mittelzentrum

- Wolfratshausen – An die 150 Gäste, darunter viele Engagierte aus den Arbeitskreisen, und eine Menge Lob von allen Seiten: Karlheinz Rauh, Sprecher der Agenda 21 Geretsried und Wolfratshausen, konnte sich beim Neujahrsempfang am Freitagabend guten Gewissens aus seinem Amt verabschieden (siehe Seite 11). Für die Zukunft hoffe er, dass stets viel Elan vorhanden sei: „Zu tun gibt es genügend.“

VON HELGA GANDLGRUBER <P>Bürgermeister Reiner Berchtold bezeichnete die Agenda als &#8222;Motor für das Mittelzentrum&#8220; in Sachen Nachhaltigkeit. Jüngste Naturkatastrophen hätten gezeigt, &#8222;dass lokales Handeln sowie globales Umdenken von uns allen gefordert ist&#8220;. Die Aktionen der Agenda seien ein &#8222;Akt der Mitmenschlichkeit&#8220;. Vize-Landrat Martin Bachhuber schloss sich dem Lob an: &#8222;Der Landkreis ist stolz, auf eine so hervorragende ehrenamtliche Arbeit in Wolfratshausen und Geretsried blicken zu können.&#8220; <P>Die Agenda habe seine Stadt weitergebracht: Walter Büttner sprach als Dritter Bürgermeister für Geretsried. &#8222;Es gibt vieles, das ohne die Agenda gar nicht oder nur schleppend oder in die falsche Richtung gegangen wäre.&#8220; Für die Arbeit gebühre der Dank &#8211; ein Korken ploppte in die kurze Pause &#8211; &#8222;und der Sekt&#8220;. Eine so lebendige Organisation wie die Agenda brauche einen ruhenden Pol. Und den habe sie in Gestalt von Rauh viele Jahre über gehabt. <P>Der langjährige Agenda-Sprecher musste viele Hände schütteln &#8211; und der Abschied fiel ihm nicht leicht. Er werde weiterhin im Arbeiskreis Regionalentwicklung und am Thema Energie mitarbeiten, sagte der 70-Jährige. Durch den Rückzug aus dem Amt hoffe er, wieder mehr Zeit für seine Frau Christel und die drei Enkel zu haben. <P>Der Ingenieur, der 40 Jahre bei Siemens im Bereich Nachrichtentechnik gearbeitet hat und genauso lange in Wolfratshausen lebt, konnte noch keinen Nachfolger präsentieren. &#8222;Da werde ich noch einige Überzeugungsarbeit leisten müssen. Aber die Arbeit der Agenden wird auch so weitergehen.&#8220; Als Stiftungsratsvorsitzender der Bürgerstiftung Energiewende Oberland habe er eine wichtige Aufgabe. 86 Stifter hätten schon 100 000 Euro gegeben. &#8222;Das ist eine hohe Verpflichtung, die wir nicht enttäuschen dürfen.&#8220; <P>Um Geld ging es auch beim Vokalensemble &#8222;The Quartbreakers&#8220;: &#8222;Ich wär&#8217; so gerne Millionär&#8220; sangen-schauspielerten die jungen Männer &#8211; und angesichts des verwaisten Nachbargebäudes hätten sie auch gut &#8222;dann wär&#8217; die Loisachhalle nicht mehr leer&#8220; weiterreimen können. Später setzten sie in Beckenbauer-Manier an zu &#8222;Gute Freunde kann niemand trennen&#8220;, passend zu dem, was alle Redner angesprochen hatten: Dass sich die Nachbarstädte, vereint in der Agenda, auch darüber hinaus gut verstehen sollen. <P>

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