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Statue der Justitia

Amtsgericht

"Man merkt erst danach, was man gemacht hat"

Zwei junge Männer richten mit dem Auto auf dem Erholungsgelände in Ambach erheblichen Flurschaden an und werden zu je acht Stunden Sozialdienst verurteilt.

Richter Urs Wäckerlin ließ keine Zweifel daran, was er von der Sache hielt, wegen derer sich die zwei jungen Burschen auf der Anklagebank verantworten mussten: „Es war ein Scheiß, auf gut Deutsch gesagt.“

Ein 19-jähriger Wolfratshauser und ein gleichaltriger Eglinger hatten am 16. April dieses Jahres ihre Autos, einen Audi RS4 und einen VW Golf, zum Erholungsgelände in Ambach gesteuert. Dort drifteten sie mit ihren Fahrzeugen über die Liegewiese und hinterließen dabei tiefe Reifenspuren. Nun saßen die Freunde wegen gemeinschaftlich begangener Sachbeschädigung vor dem Jugendrichter. „Wir waren’s definitiv“, sagten die beiden schuldbewusst, ohne ihre mitternächtlichen Fahrübungen erklären zu können. „Es ist einfach über uns gekommen, wir haben nicht darüber nachgedacht“, sagte verschämt der Wolfratshauser. „Man merkt erst danach, was man gemacht hat.“

Sein Freund erzählte, dass sie sich anschließend bei der Sachbearbeiterin im Landratsamt entschuldigt und die Kosten für die Beseitigung der Schäden übernommen hätten. Die Rechnung belief sich auf 247 Euro. Wegen dieses „guten Nachtatverhaltens“ kamen beide Angeklagten glimpflichst davon. Jeder von ihnen muss acht Stunden Sozialdienst ableisten, im Gegenzug wird das Verfahren eingestellt.

von Rudi Stallein

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