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Mit Blick auf den See: Auf diesem Grundstück zwischen Erlen- und Eichenweg (neben dem Haus Seeshaupter Straße 31) sollen zwei Einfamilienhäuser und ein Doppelhaus entstehen.

Antrag auf Vorbescheid

„Armes Sankt Heinrich“

Sechs Gemeinderäten ist die geplante Bebauung eines Grundstücks mit Seeblick zu massiv.

Münsing – Eine der letzten großen Wiesen in St. Heinrich soll bebaut werden – für den Geschmack einiger Gemeinderäte zu massiv. Auf dem freien Grundstück mit der Flurnummer 1707/4 an der Seeshaupter Straße mit direktem Blick auf den Starnberger See sollen zwei Einfamilienhäuser und ein Doppelhaus sowie vier Doppelgaragen entstehen. Die Verwaltung könnte das Ausmaß der Bebauung, das auch in der Nachbarschaft vorkommt, gerade noch vertreten. Sechs von 17 Gemeinderäten jedoch nicht. Sie stimmten in der jüngsten Gemeinderatssitzung gegen den Vorbescheidsantrag des Bauwerbers.

„Armes Sankt Heinrich“, kommentierte Thomas Schurz (CSU) das Vorhaben, zumal in derselben Sitzung ein Luxusprojekt am Erlenweg mit zwei Doppelhäusern, einem Dreispänner und Tiefgarage behandelt worden war. Durch die zwei Projekte werde der Ortsteil stärker wachsen als in den vergangenen zehn Jahren, sagte Schurz. Dritter Bürgermeister Ernst Grünwald (Wählergruppe Ammerland) sprach gar von einem „schwarzen Tag für St. Heinrich“. Auch Ernst Ramerth (Wählergruppe Holzhausen) missfielen am Vorhaben Seeshaupter Straße Dichte und Gestaltung, etwa das Fehlen ortsüblicher Dachüberstände. Susanne Huber (Freie Wähler) äußerte die Sorge, dass die Fassade zum See hin bald schimmeln werde.

Einen aufwändigen Bebauungsplan für das Grundstück wollten die Räte aber mangels Aussicht auf eine deutlich weniger starke Bebauung auch nicht aufstellen. Allein Professor Matthias Richter-Turtur (Wählergruppe Ammerland) brach eine Lanze für die Bauwerber: „Für das Gelände besteht nun mal Baurecht. Es dürfen doch auch Menschen hierher ziehen.“ Ernst Grünwald hatte zuvor kritisiert, dem Antragsteller, einem Bauträger, gehe es im Gegensatz zu einem Privatmann nur darum, möglichst viele Wohneinheiten unterzubringen und zu verkaufen.

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