Der neue Vorstand der Kreis-Grünen mit (v.li.) Beisitzer Andreas Sander, Schatzmeisterin Mechthild Felsch, Sprecher Andreas Wild, Co-Sprecherin Jovana von Beckerath, Beisitzer Marius Schlosser und Schriftführerin Theresa Wimmer.
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Der neue Vorstand der Kreis-Grünen mit (v.li.) Beisitzer Andreas Sander, Schatzmeisterin Mechthild Felsch, Sprecher Andreas Wild, Co-Sprecherin Jovana von Beckerath, Beisitzer Marius Schlosser und Schriftführerin Theresa Wimmer.  

Vorstand gewählt

Neue Führungsspitze bei den Grünen im Landkreis

Die Grünen im Landkreis haben eine komplett neue Führungsspitze. Sprecher der Partei sind ab sofort Jovana von Beckerath aus Icking und Andreas Wild aus Bad Tölz.

Münsing – Die Grünen Bad Tölz-Wolfratshausen haben am Mittwoch in der Münsinger Loth-Hof-Tenne einen neuen Vorstand gewählt. Sprecherin und Sprecher sowie Kassier und Schriftführer wurden ohne Gegenkandidaten und nahezu jeweils einstimmig von den 60 anwesenden der insgesamt 204 Kreisverbandsmitglieder gewählt. Nur für die Posten der beiden Beisitzer gab es mehrere Bewerber, und es kam zu einer Stichwahl.

Wie vom scheidenden Vorsitzenden Alexander Müllejans im Vorfeld angekündigt, hat sich die Führungsriege verjüngt. Auch die bei den Grünen erwünschte Trennung von Amt und Mandat erfüllen zumindest fünf der sechs Vorstandsmitglieder. Einige noch unbekannte, neue Gesichter haben Verantwortung übernommen. Allen voran Jovana von Beckerath, Schwägerin von Ickings Dritter Bürgermeisterin Laura von Beckerath-Leismüller, und Mitglied im Ickinger Ortsverband.

Die 41-jährige diplomierte Kulturwissenschaftlerin und Mediatorin, Mutter von zwei Kindern, stammt aus Hamburg. Der Liebe wegen zog sie ins Isartal. Beruflich fördert sie die Kooperation zwischen Schulen und Kultureinrichtungen. Sie sieht das Amt der Kreissprecherin vor allem als „Dienstleistung“, wie sie bei ihrer Vorstellung sagte: „Ich will die Ziele der Mitglieder professionell nach außen tragen“. Politisch sind ihr die Energiewende und vor allem die Bürgerbeteiligung wichtig.

Neuer Sprecher ist Andreas Wild, seit zehn Jahren Ortsvorsitzender in Bad Tölz. Der 49-jährige Verfahrenstechniker sagt über sich selbst: „Als Ingenieur sehe ich immer das Ganze und hinterfrage es kritisch.“ Er will die Ortsverbände stärken, von denen vor den Kommunalwahlen etliche neu gegründet worden waren, und die Partei besser vernetzen.

Als Schriftführer bewarb sich zunächst Hans-Georg Anders aus Wolfratshausen. Weil gleichzeitig Theresa Wimmer aus Dietramszell Interesse an dem Posten bekundete, ließ er ihr den Vortritt. Die 22-jährige Studentin gehört der Grünen Jugend und den Grünen an. Als einzige im Vorstand sitzt sie auch im Kreistag. „Kommunikation und gute Vernetzung“ liegen ihr am Herzen. Außerdem will sie junge Menschen für Politik begeistern.

Die Kasse verwaltet künftig die Münsingerin Mechthild Felsch. Die 67-Jährige verfügt über Erfahrung als Schatzmeisterin beim Christophorus-Hospizverein des Landkreises. Als erster Beisitzer setzte sich auf Anhieb deutlich Marius Schlosser (24, Student), früher Juso, heute Grüne Jugend, aus Geretsried durch. Er überraschte die Zuhörer mit einer spontanen, erfrischenden und frei gehaltenen Rede. Die Stichwahl für den zweiten Beisitzer gewann der Dietramszeller Andreas Sander (64, Anwalt) gegen Hans-Georg Anders.

Vor der Wahl hatte der Wolfratshauser Stadtrat Dr. Hans Schmidt Bedenken geäußert, ob ein kompletter Austausch der Landkreis-Führung sinnvoll sei. Es bestehe die Gefahr, „dass die Leute einen Burn-out kriegen“, warnte er. Müllejans beruhigte: Die Ehemaligen stünden den Neuen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Die alte Riege wurde vom Dritten Landrat Klaus Koch mit Geschenkkörben voller Spezialitäten vom Eurasburger Packl-Hof verabschiedet. Für jeden fand Koch persönliche Worte.

Der Managertyp „Ali“ Müllejans habe den Kreisverband zum erfolgreichsten aller Zeiten gemacht, Sprecherin Barbara Schwendner die so unverzichtbare weibliche und menschliche Sichtweise eingebracht. Kassier Alexander Mante sei der „Organisator“, Schriftführer Dr. Detlev Ringer der „kühle Kopf“ der Gruppe gewesen. Die Beisitzerinnen Beate Paulerberg und Diana Hesse hätten die „Frauenpower“ verkörpert.

Eicke Hallitzky, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, der die Wahl leitete, wünschte den Neuen: „Bleibt geschlossen. Dann kann sich die CSU auch im Landkreis warm anziehen.“

tal

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