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Die Wasserwacht sorgt für Sicherheit: Hier die BRK-Kollegen am Wörthsee.

Neubau in Ambach

Saisonbeginn der Wasserrettung

Münsing – Die Wachsaison am Starnberger See hat begonnen. Die Station in Ambach wird neu gebaut.

Für die Wasserrettungsorganisationen am Starnberger See beginnt die Wachsaison. Die Ammerlander Wasserwacht startete am Samstag mit einem Ramadama rund um die Station am Kapellenweg und um die Hütte am Seebad der Gemeinde an der Nördlichen Seestraße in den Sommer 2016. Beide Stationen wurden auf Vordermann gebracht. Unter der Aufsicht des Umweltbeauftragten Thomas Wendler rückten die Ehrenamtlichen auch wieder dem Riesenbärenklau zu Leibe, einer giftigen Pflanze, die zusammen mit Sonnenlicht zu schlimmen Hautverbrennungen führen kann. 

Genau genommen habe die Saison für die aktuell rund 30 Aktiven der Ammerlander Wasserwacht bereits begonnen, berichtet der Technische Leiter, Michael Döhla. Zwei losgerissene Boote habe man wieder eingefangen. Außerdem halfen Rettungstaucher bei der Bergung des toten Anglers bei Tutzing am 6. Mai. Die Helfer vor Ort (HvO) der Wasserwacht, eine Gruppe von ausgebildeten Sanitätern, sei ohnehin das ganze Jahr im Einsatz, so Döhla. Heuer kommt auf die Wasserretter zusätzliche Arbeit zu. 

Für Juli geplant: Richtfest für die neue Wachstation

Weil die Wachstation Schwaiblbach der Wasserwacht Wolfratshausen im Erholungsgelände Ambach wie berichtet neu gebaut wird, helfen die Ammerlander und die DLRG in St. Heinrich mit ihren Booten, wenn etwas passiert. Laut Ingo Roeske, dem Vorsitzenden der Wasserwacht Wolfratshausen, zuständig für das Erholungsgelände und das Taucherparadies „Seeburg“ in Allmannshausen, sollen verletzte Badegäste in Ambach heuer wohl in einem Rettungsfahrzeug, vielleicht auch in einem Zelt oder Container, verarztet werden. 

Im vergangenen Jahr habe man immerhin 100 medizinische Notfälle in der Hütte am Schwaiblbach versorgt, so Roeske. Man werde deshalb auf jeden Fall mit einer Mannschaft vor Ort sein. „1948 hat unsere Ortsgruppe mit einem Zelt in Ambach angefangen. Jetzt werden wir wohl wieder darauf zurückgreifen.“ Im Juli hofft der Wasserwachts-Vorsitzende Richtfest für die neue Wachstation feiern zu können. Eingeweiht werden soll sie im Juni 2017. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Schäftlarn-Wolfratshausen ist an Christi Himmelfahrt in die Wachsaison gestartet. 

Team der Wasserwacht warnt: Oft als "Wichtigtuer" abgetan

Am Feiertag sei die Hütte in St. Heinrich erstmals in diesem Jahr besetzt gewesen, teilt stellvertretender Vorsitzender Mathias Feichtbauer, mit. Mit mindestens drei Personen sei die Station bis Oktober an allen Wochenenden und Feiertagen besetzt. Ein Wachführer, ein Bootsführer und ein Sanitäter seien jeweils einsatzbereit. Ihren Schwerpunkt legt die DLRG heuer auf die Nachwuchsförderung. Mit dem Jugend-Einsatz-Team (JET) für Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren sollen die Wasserretter von morgen frühzeitig herangezogen werden. Mindestens einmal im Monat werde es eine JET-Aktion am See geben, von Funk in Theorie und Praxis bis hin zum Umweltschutz und gemeinsamen Übernachten am See. 

Nachwuchs brauche auch die Ammerlander Wasserwacht, sagt Michael Döhla. Doch er könne im Moment nicht genügend Zeiten zum Trainieren für Rettungsschwimmer in den umliegenden Hallenbädern buchen. „Wir bräuchten dringend das interkommunale Hallenbad in Geretsried. Der Technische Leiter appelliert an alle Badegäste, den Starnberger See nicht zu unterschätzen. Viele würden trotz aufziehenden Sturms ohne Rettungswesten, teils mit Kindern an Bord, mit ihren Paddelbooten aufs Wasser hinausrudern. Würden er und sein Team die Leute warnen, würden sie leider oft als „Wichtigtuer“ abgetan

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