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Langer Streit durch viele Instanzen

Es bleibt dabei: Holzhütten müssen weg

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Münsing – Der Streit um drei Holzhütten in Ammerland geht nach mehr als sechs Jahren zu Ende. Damit hat eine Münsinger Familie einen langen juristischen Konflikt über mehrere Instanzen bis auf Bundesebene endgültig verloren.

Ein Schuppen für Gartengeräte, eine Hütte für Fahrräder und ein Pavillon, der als Arbeitsraum genutzt wird, werden beseitigt.

Das Landratsamt verlangte schon im Jahr 2010 den Rückbau der Hütten, weil sie sich im Außenbereich befinden und die Gefahr einer Splittersiedlung bestehe. Die Familie argumentierte dagegen, den Hüttenstandort am Rand ihres Grundstücks mit Rücksicht auf Obstbäume und den Seeblick der Nachbarn vor über 25 Jahren bewusst gewählt zu haben. Ein Abriss würde der Natur mehr schaden als der Bestand der Hütten. Im April vorigen Jahres tagten deswegen Richter des Verwaltungsgerichtshofs vier Stunden lang in Münsing (wir berichteten). Das Ergebnis: Die Hütten müssen weg.

Die erste Instanz, das Münchner Verwaltungsgericht hatte dem Ehepaar zuvor noch Recht gegeben. Die Richter des Verwaltungsgerichtshofs blieben dagegen auf der Linie des Landratsamts. „Es ist unbegreiflich, dass Sie sich keinen Millimeter bewegen“, schimpfte der Münsinger Kläger vor einem Jahr. „In fünf Jahren sind so viele Aggressionen, Emotionen und negative Energien entstanden für drei läppische Häuschen.“ Das Verfahrens sei „eine ökologische Absurdität“.

Eineinhalb Jahre nach dem Urteil stehen die Hütten aber immer noch. Nachdem die Richter keine Revision zugelassen hatten, hatten die Münsinger nämlich eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. „Auch die Beschwerde ist inzwischen abgelehnt worden“, sagt Landratsamtssprecherin Sabine Schmid auf Nachfrage. Die Beseitigungsanordnung sei bestandskräftig. „Sie wird vom Eigentümer in Bälde vollzogen.“

dor

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