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Degerndorfer Sternsinger besuchen Bayerns Ministerpräsident: Die Heiligen Drei Könige samt Sternträger alias (v. li.) Regina Bauer, Franziska Blockinger, Moritz Gaar und Marianne Gaar aus der Pfarrei St. Michael werden Ende Januar Horst Seehofer den Neujahrssegen überbringen.

Segen für das neue Jahr

Degerndorfer Sternsinger besuchen Ministerpräsident

Münsing - Große Ehre für vier junge Sternsinger aus Degerndorf. Die Kinder und Jugendlichen der Pfarrei St. Michael dürfen Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ein Ständchen bringen.

Der Spruch „Ihr lieben Leut’ , macht auf das Tor“ und das Lied „Laudato Si“ sitzen bereits perfekt. Beides werden die vier Degerndorfer Sternsinger am Freitag, 30. Januar, Ministerpräsident Horst Seehofer in der Staatskanzlei in München vortragen. Der Grund: Franziska Blockinger, 14 Jahre alt, Regina Bauer, ebenfalls 14, sowie die Geschwister Marianne (10) und Moritz Gaar (12) von der Pfarrei St. Michael haben bei einem Malwettbewerb des Erzbischöflichen Jugendamts München und Freising gewonnen. Zusammen mit ihrer Betreuerin Laura Scholz (22) werden sie Ende Januar nach München reisen, um dem Landesvater zusammen mit anderen Sternsingern aus dem Freistaat den Segen zum Jahreswechsel zu spenden.

Franziska hatte sich sofort bereit erklärt, ein Bild zu malen und einzuschicken. Sie griff zu Buntstiften und porträtierte ihre Sternsinger-Gruppe im schönen Dreikönigs-Gewand der Pfarrei. „Ich bin gut in Kunst und habe schon oft bei Malwettbewerben gewonnen. Für das Bild hab’ ich nur eine Viertelstunde gebraucht“, berichtet die Mittelschülerin. „Na ja, es hat pressiert, weil ich mit der Regina noch zum Schießen gehen wollte“, fügt die Sportschützin ein wenig entschuldigend hinzu. Die Heiligen Drei Könige Caspar (Moritz), Melchior (Marianne) und Balthasar (Franziska) sowie Sternträgerin Regina sind jedenfalls sehr gut getroffen. Das Werk wurde aus allen Einsendungen von Diözesanpfarrer Daniel Lerch zusammen mit drei anderen Kirchenvertretern ausgelost. Die weiteren Gewinner stammen aus Oberau, Poing und Irschenberg.

Vorfreude und Stolz

Die Lieder „Laudato Si“ und „Von Tür zu Tür“ sowie den besonderen Segensspruch für den Bayerischen Ministerpräsidenten hat das Quartett bereits geübt. Alles andere kennen die erfahrenen jungen Sternsinger. Franziska und Regina ziehen bereits seit fünf Jahren am 6. Januar in ihrem Heimatort in der Gemeinde Münsing von Haus zu Haus. Moritz ist heuer zum zweiten Mal dabei. Aufgeregt sei sie jetzt noch nicht, sagt Regina im Gespräch mit unserer Zeitung. Das komme aber bestimmt noch – je näher der Termin rückt. Horst Seehofer stellt sich Franziska so vor: „Des is a ganz a Griabiger, glaub i.“ Moritz kennt den prominenten Politiker aus dem Fernsehen: „Der ist groß. Und der redet viel.“

In der Pfarrei St. Michael und im Pfarrverband Münsing ist man laut Laura Scholz sehr stolz auf die kleine Abordnung: „Pfarrer Martin Kirchbichler würde am liebsten mitfahren nach München.“ Mit der Einladung in die Staatskanzlei sei ein gemeinsames Essen verbunden. Auch das Bayerische Fernsehen habe sich angekündigt. „Das wird bestimmt ein Erlebnis“, freut sich die ehemalige Ministrantin Scholz.

Dem Erzbischöflichen Ordinariat zufolge ziehen jedes Jahr mehr als 20 000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger im Erzbistum München und Freising durch die Straßen. Bei der Aktion 2016 waren rund 650 Gruppen unterwegs. Sie sammelten unterm Strich gut 2,8 Millionen Euro Spenden. In ganz Deutschland kamen 46,2 Millionen Euro zusammen, die für zirka 150 Projekte für notleidende Kinder in mehr als 100 Ländern verwendet wurden.

Von Tanja Lühr

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