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Der Degerndorfer Weiher ist in keinem sonderlich guten Zustand. Freiwillige sollen ihn vorläufig in Schuss halten. 

Zukunft des Degerndorfer Weiher

Eine Verpachtung kommt nicht infrage

Münsing - Vor kurzem hat die Gemeinde den Degerndorfer Weiher der Familie Bierbichler abgekauft. Wie es weitergeht, ist im Moment noch offen. Eine Verpachtung kommt vorläufig nicht infrage. 

Der Degerndorfer Weiher soll von Freiwilligen in Schuss gehalten werden. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Seitdem die Gemeinde den Weiher der Familie Bierbichler abgekauft habe, gebe es immer wieder Fragen zur Nutzung, sagt Bürgermeister Michael Grasl. Bisher habe nur eine Privatperson ihr Interesse an einer Bewirtschaftung bekundet.

Es gibt keine wasserrechtliche Erlaubnis

Die Gemeinde will den Weiher jedoch vorerst nicht an Einzelne oder Fischereivereine verpachten. Susanne Öttl vom Bauamt der Gemeinde erklärte, warum nicht: „Für den Weiher besteht nach wie vor keine wasserrechtliche Erlaubnis. Wir müssen einen umfangreichen Hochwasserschutz anbringen und wissen nicht, welche Verpflichtungen und Auflagen auf uns oder den Pächter zukommen.“ Pachtverträge müssten nach dem Fischereigesetz mindestens für zehn Jahre geschlossen werden. So lange wolle sich die Gemeinde nicht binden.

Im Frühjahr wird das Wasser abgelassen

Im Frühjahr soll das Wasser abgelassen werden. Fischwirt Karl Birzle will den Teich abfischen, neu einlassen und mit neuen Fischen bestücken. Und zwar mit Arten, die den Boden aufwühlen und das Pflanzenwachstum auf der Oberfläche verhindern. Die bisher eingesetzten Fische stammen von Birzle und gehen in dessen Eigentum zurück. Wer sich bei künftigen Aktionen am Weiher beteiligen wolle, sei dazu eingeladen, sagt der Rathauschef.

Der Weiher diente lange der Fischzucht

Der Weiher wurde jahrhundertelang zur Fischzucht genutzt. Bis zur Säkularisation besserten die Augustiner-Chorherren aus dem Kloster Beuerberg ihren Speiseplan damit auf. 1803 übernahm das Königreich Bayern den Dorfweiher. Später fiel er in Privatbesitz. Tanja Lühr

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