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Rauchschwaden: Gemeinsam trainierten die Feuerwehren aus Degerndorf und Eurasburg den Ernstfall. Übungsobjekt war das Degerndorfer Schulhaus. foto: Fotowerk Brigitte Lang

Feuerwehr übt

Dichte Rauchschwaden im alten Schulhaus

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Die Feuerwehren aus Eurasburg und Degerndorf probten gemeinsam den Ernstfall.

Degerndorf Die Meldung klang ernst: „Starke Rauchentwicklung und vermisste Personen im ehemaligen Schulhaus in Degerndorf“. Doch glücklicherweise war das Szenario gestellt – das abbruchreife Haus an der Schulstraße diente den rund 30 Einsatzkräften aus Eurasburg und Degerndorf als Übungsobjekt. Eine Nebelmaschine sorgte für starken Rauch, zwei Trainingspuppen warteten auf ihre „Rettung“ .

Doch einfach war die Übung keineswegs. „Vor allem die fünf eingesetzten Atemschutztrupps kamen bei den hohen Außentemperaturen stark ins Schwitzen“, berichtet der Erste Kommandant der Degerndorfer Feuerwehr, Florian Svejkovsky. Er hatte den Einsatz organisiert. „Eine Herausforderung war auch die Sicherstellung der Wasserversorgung, da der nahegelegene Bach sehr wenig Wasser führte.“

Für die beiden Wehren ist es nicht die erste Zusammenarbeit, schließlich ist die Freiwillige Feuerwehr Degerndorf seit 1988 Patenverein der Eurasburger Kameraden. „Wir organisieren jeweils im Wechsel gemeinsame Übungen“, sagt Dirk Winterhalter, Erster Kommandant der Feuerwehr Eurasburg. Nicht zu unterschätzender Nebeneffekt dabei ist, dass sich die Einsatzkräfte untereinander bereits kennen und zusammen gearbeitet haben, sollten sie gemeinsam für den Ernstfall alarmiert werden.

Winterhalter unterstreicht, wie wichtig es sei, am Objekt üben zu können. „Wie sollte man sonst der Realität am nächsten kommen?“ Bei Abbruchhäusern ist es beispielsweise möglich, Türöffnungen ohne Rücksicht auf eventuelle Schäden durchzuführen. „Es kann immer mal etwas kaputt gehen“, meint der Kommandant. Jedoch sei das Zeitfenster zwischen Abrissbeschluss und Durchführung oftmals sehr eng. „Je eher wir wissen, dass wir an einem bestimmten Objekt üben können, desto besser.“

Im Degerndorfer Schulhaus haben die Einsatzkräfte mittlerweile ihre Aufgaben erfüllt: Die Dummies sind gefunden und aus dem Gebäude gebracht worden, das alte Schulhaus wird nun von den Kameraden belüftet. „Gut gemacht“, loben die Kommandanten unisono. 

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